MUSIC COMEDYGabi Decker und die Devoten „Liederlich“ : Quatsch nach Noten

G,a Bartels

Nein, vormittags möchte Gabi Decker nicht interviewt werden: „Da hab’ ich ja meine Zähne noch gar nicht drin“, nuschelt sie lachend. Peng, nach zwei Minuten Gespräch sitzt schon die erste Pointe. Als sechstes Soloprogramm der Kabarettistin, die inzwischen „seit 14 Jahren Quatsch macht“, ist jetzt erstmals ein Gesangsabend dran. Dabei sei sie 1981 sogar als von Ralph Siegel produzierte Gewinnerin eines Gesangswettbewerbs nach Berlin gekommen, erzählt Decker. Auf Schlagermieze hatte sie dann aber doch keine Lust und wurde erst Radiomoderatorin, dann TV-Sketch-Schreiberin und schließlich Comedian. Warum ihre Band „Die Devoten“ heißt? „Na, weil die alle nach meiner Pfeife tanzen müssen.“

Zusammengestellt hat die Truppe ihr Pianist Harry Ermer, der die Couplets von Helen Vita und Coversongs von Tina Turner bis zu Peggy March, den Pretenders oder Michael Bublé auch arrangiert hat. Wochenlange gemeinsame Proben sind übrigens Deckers Sache nicht: „Ich treff’ die erst ein paar Tage vorher. Ein bisschen Spannung brauch’ ich ja auch im Leben.“ Texteinlagen auf dem schmalen Grad der Gürtellinie, wie sie Gabi Deckers Fans schätzen, wird es auch bei „Liederlich“ geben. Und ein paar bekannte Figuren wie die Politesse aus ihrem letzten Programm „Deckerdenz“. Und natürlich geht Decker auch bei den von ihr umgetexteten Songs nicht zimperlich mit der Zunge um. Ein Liederabend für Jung und Alt soll’s werden. „Ich halte das sehr kommerziell, weil ich sehr kommerziell denke“. Spricht’s und schaut mal eben nach dem Hühnerfrikassee, dass gerade bei ihr im Schnellkopftopf köchelt.Gunda Bartels

Bar jeder Vernunft, Di 19.8., 20.30 Uhr (Prem.), bis So 31.8., Di-Do 20.30 Uhr, Fr-So 20 Uhr BS532

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