Zeitung Heute : MUSIKDRAMA

Antônia

Friedhelm Teicke

Vor drei Jahren lief Tata Amarals Film auf der Berlinale. Er erzählt die Geschichte der Freundinnen Preta, Barbarah, Mayah und Lena, die als Rap-Gruppe Antônia versuchen, gemeinsam zu Erfolg und aus dem Elend ihrer Favela zu kommen. Während die meisten Favela-Filme seit dem bahnbrechenden „City of God“ in Rio de Janeiro spielen, befindet sich Antônias Slum in São Paulo. Überdies sind in diesem optimistischen Werk die Gewaltszenen moderat gehalten. Auch sonst ist die Dramaturgie eher betulich. Die Stärke des Filmes liegt in den Protagonisten. Es sind Laien, aber echte Musikerinnen, die das Gesangsquartett darstellen: Leila Moreno, Cindy Mendes, Negra Li und Quelynah sind Sängerinnen, MCs und Freestylerinnen aus der Rap-Szene São Paulos. So ist es in Teilen ihre eigene Geschichte, die verhandelt wird. Authentisch.

Friedhelm Teicke

„Antônia“, BR 2006, 90 Min., R: Tata Amaral, D: Negra Li,

Leilah Moreno, Cindy Mendes

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