Zeitung Heute : Nach dem Sonnenuntergang wird es Licht

Gartenbeleuchtung kann für eine romantische Gestaltung entscheidend sein – und sie sorgt für Sicherheit.

von

Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit möchte man den Garten abends noch in Szene setzen, einzelne Pflanzen mit Licht akzentuieren oder den Weg zum Haus für Gäste sichtbar machen. Ob mit fest installierten Lampen, flexibel einsetzbaren Leuchten oder Lichterketten, ob funktional oder dekorativ, die Auswahl der Beleuchtungsmöglichkeiten ist groß. Von unauffälligen Erdspieß- und Pollerleuchten für Beete und Wege über Hänge- und Stehlampen für die Terrasse, farbige Lichtobjekte oder leuchtende Blumentöpfe bis zu illuminierten Sofas, die Bandbreite der Außenleuchten ermöglicht jedem, die ideale Kombination von beweglichen und fest installierten Lichtquellen, um Haus und Garten passend aufzuhellen. Wobei man nicht nur auf die Ästhetik achten sollte, sondern auch auf Sicherheit und Energieeffizienz.

„Als Leuchtmittel eignen sich Halogen und LED“, sagt Carsten Joschko, Obermeister der Elektro-Innung Berlin. „Halogenbirnen sehen aus wie klare Glühbirnen, benötigen aber ein Drittel weniger Energie und sind im Gegensatz zu Energiesparlampen leicht zu entsorgen. LEDs gibt es auch als Leuchtensysteme in verschiedenen Farben und kommen mit nur drei bis fünf Watt aus.“ Von Akku- und Solarleuchten rät er ab. „Die Akkus halten meist nicht sehr lange und die Solartechnik ist einfach noch nicht so weit, als dass sie den Anforderungen der Gartenbeleuchtung gerecht werden könnte“, so Joschko. „Darüber hinaus sind diese Plastiklampen anfällig. Die Dichtungen sind in kürzester Zeit zerschlissen und nach dem nächsten Regen sind die Leuchten unbrauchbar.“

Wer im Garten und auf der Terrasse Lichtakzente setzen möchte, könne stattdessen auf Lampen zurückgreifen, die ihren Strom von einer Gartensteckdose beziehen, die mit einem Fehlerstromschalter gesichert ist. „Am besten man lässt sich dafür eine Leitung fachgerecht legen“, meint der Experte. Das gelte auch für Lichtpoller, die man als Außen- und Wegbeleuchtung einsetzt. „Viele Poller haben zusätzliche Steckdosen, die man als Stromquelle im Garten nutzen kann – nicht nur für Lampen, sondern auch für Gartengeräte.“ Wichtig sei in jedem Fall, dass das Erdkabel ausreichend tief gelegt und abgesichert wird und die daran angeschlossenen Gartensteckdosen ebenfalls entsprechend gesichert sind. Dann stehe der Illumination des Gartens nichts im Weg, so Joschko, wobei er dazu rät, zu Markenprodukten zu greifen. „Lassen Sie den Ramsch liegen“, sagt er.

Das gilt sowohl für Strahler mit Erdspieß oder Schraubklemme, die man flexibel einsetzen kann, um Beete, Büsche und Bäume zu beleuchten, als auch für Lichterketten und Lichtplastiken, die im nächtlichen Garten zum Blickfang werden oder die Terrasse sanft erhellen. „Vor allem, wenn man im Internet einkauft, muss man Vorsicht walten lassen“, so Joschko und empfiehlt, die Außenbeleuchtung grundsätzlich im Fachhandel oder gut sortierten Baumarkt zu erwerben. Das gelte insbesondere für Lampen, die dauerhaft draußen bleiben bzw. fest installiert sind. Wobei man hier Funktionalität und Design durchaus unter einen Hut bekommt. Denn renommierte Hersteller wie IP44 haben echte Designerlampen im Programm, wie den „Beam Poller“ aus gebürstetem Edelstahl und einem Zylinder aus Borosilikatglas oder den mehrfach ausgezeichneten Bodenstrahler „Piek“, der nachts als Lichtquelle und tagsüber als Designobjekt eine gute Figur macht – sowohl im Beet als auch am Wegesrand.

Wer hingegen lieber ganz flexibel die Terrasse oder einen bestimmten Bereich im Garten in ein weiches, harmonisches Licht tauchen möchte, hat die Qual der Wahl. So bietet etwa Serralunga dekorative Lichtskulpturen aus recycelbarem Kunststoff, wie „Crystal Moon“ in Form einer leuchtenden Sphäre oder „Grand Mary“, die einer gestreiften bauchigen Vase gleicht. Von Moree gibt es neben leuchtenden Kuben auch andere Sitzmöbel und sogar einen Weinkühler als Außenlampe, die in verschiedenen Farben erhältlich sind.

Bunt ist auch das Lichtangebot der holländischen Designmarke Bloom, die vor allem für ihre illuminierten Blumentöpfe in allen Größen bekannt ist. Aber man kann die Terrasse auch mit einer Steh- oder Hängelampe wie der „Havanna“ von Foscarini beleuchten. Das gilt übrigens auch für den Lieblingsplatz unter dem großen Baum im Garten, denn die „Havanna“ gibt es auch mit Netzstecker. Wer also eine Gartensteckdose hat, hat alle Freiheiten und kann sogar ein lauschiges Dinner oder den Silvesterumtrunk im Mondlicht aufhellen, zum Beispiel mit der extravaganten und dennoch dezenten Torbogenleuchte „Halley 4150“ von Vibia.

Aber Licht im Garten muss nicht zwingend elektrisch sein. Gerade im Winter ist Feuer eine stimmungsvolle und zugleich wärmende Lichtquelle. Neben der klassischen Feuerschale gibt es alternativ auch interessante Feuerskulpturen, die richtige Hingucker sind. So etwa die rustikalen Feuersäulen von Gartenfeuer Träume, die aus vier Millimeter starkem, gewalztem Stahl gefertigt werden und sowohl ganz klassisch mit Holz als auch mit Bioethanol betrieben werden können. Während sie je nach Bedarf dort aufgestellt werden können, wo man sie gerade benötigt, sind die gasbetriebenen Feuerschalen von Elena Columbo fest installiert. Indessen reicht der Begriff Feuerschale nicht aus, um die als Skulpturen getarnten Feuerstellen der Künstlerin zu umschreiben. Ob eine Brücke aus Stahl, ein Nest aus Bronze oder ein Wasserbecken mit Flammen, die auf Musik reagieren, die Arbeiten der New Yorker Künstlerin sind tags wie nachts ein wahrer Blickfang und wirken wie moderne Architektur im Garten.

Insofern gibt es für jeden Geschmack und jeden Bedarf die passende Lichtquelle, um den Garten auch nach Einbruch der Dunkelheit zu genießen.

Autor

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben