Zeitung Heute : Nach krassen Fehlern

PARIS (dpa).Eigentore, Fehlgriffe, Irrtümer - der WM-Fußball präsentiert sich in seiner Startphase als seltsames Sammelsurium von Fehlern.Im halben Dutzend, und damit so oft wie nie, legten sich die Akteure den offenbar schwer zu berechnenden neuen Turnierball "Tricolore" gleich ins eigene Netz.Bei vielen Akteuren liegen bei "France 98" die Nerven blank.In den Bereich Fehlverhalten passen zudem die ersten roten Karten für den Niederländer Patrick Kluivert nach einer Tätlichkeit und den übereifrigen Südkoreaner Seok-Ju Ha wegen der unter strenge Strafe gestellten Grätsche von hinten.

Aus dem Verkehr gezogen werden mit Sicherheit auch die ersten Referees.Lucien Bouchardeau (Niger), der bereits von der FIFA gerügt wurde, sowie Esfandiar Baharmast (USA) und Günter Benkö (Österreich) kamen in der Bewertung schlecht weg.Durch sie hat die befürchtete Diskussion über die Schiedsrichter eingesetzt.Das erste Endrundenspiel dürfte für dieses Trio auch das letzte gewesen sein.

Bouchardeau bekam vor allem wegen des Italien geschenkten Elfmeters nach einer angeschossenen Hand sein Fett ab.Intensive Schulungskurse und die Neufassung der Regel 12/Entscheidung 5, wonach die gesundheitsgefährdende Grätsche von hinten mit Rot zu ahnden ist, haben bei manchen Unparteiischen die Wirkung verfehlt.Bevor Benkö den Koreaner Ha vom Platz schickte, hätten auch Min-Sung Lee und der Mexikaner Garcia Aspe aus gleichen Gründen unter die Dusche gehört.

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