Zeitung Heute : Nachbarschaftshilfe

Die Nepad-Initiative soll Reformen in Afrika voranbringen

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Um Afrika aus der Armutsfalle zu befreien, haben die Staatschefs des Kontinents im Juni 2001 die Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (New Partnership for Africa’s Development, kurz Nepad) gegründet. Das Konzept stammt vom südafrikanischen Premier Thabo Mbeki, unterstützt haben den Plan vor allem Algerien, Ägypten, Nigeria und Senegal. Durch diese Initiative unter dem Dach der Afrikanischen Union sollen ausländische Investoren angelockt und Finanzspritzen der Geberländer gesichert werden. Im Gegenzug bekennen sich die mittlerweile 16 an den NepadStrukturen beteiligten Staaten zur Demokratie, verantwortlichem Regierungshandeln, mehr Transparenz und dem Kampf gegen die Korruption. Kontrolliert werden sollen die Fortschritte durch ein „Peer-Review“ genanntes Verfahren, in dem sich die reformbereiten Staaten gegenseitig überwachen sollen. Die Industrienationen unterstützen Nepad durch den G-8-Afrika-Aktionsplan, den sie 2002 auf dem Gipfeltreffen im kanadischen Kananaskis beschlossen. Damit soll die Hilfe der G-8-Staaten für Afrika besser koordiniert werden. Tsp

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