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Wissenschaftler fordern „grüne Wände“ für bessere Stadtluft

Pflanzen an innerstädtischen Straßen können die Luftverschmutzung nach einer neuen Studie um bis zu 30 Prozent reduzieren. Bäume, Büsche oder mit Kletterpflanzen begrünte Wände könnten die Luft deutlich besser filtern als bislang angenommen, teilte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit.

Die Studie des Klimaforschers Thomas Pugh aus Karlsruhe und von Forschern der Universitäten Birmingham und Lancaster wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Environmental Science and Technology“ veröffentlicht.

In Innenstädten ist demnach die Schadstoffbelastung am höchsten, weil in den Straßenschluchten die verschmutzte Luft kaum entweichen kann. Pflanzen könnten Stickstoffdioxid und Feinstaub, mikroskopisch kleine Partikel, aus der Luft filtern, heißt es in der Studie. Diese Schadstoffe seien in den Städten von Industrienationen und Schwellenländern ein großes Gesundheitsproblem. epd

Vögel sind nach Flug gegen Fenster oft nur kurz benommen

Meist gibt es einen lauten Knall. Dennoch überleben viele Vögel den Flug gegen die Fensterscheibe. Die Tiere sind oft nur benommen und können nach einer kurzen Ruhephase wieder weiterfliegen. Wer einen äußerlich unverletzten Vogel entdeckt, sollte ihn draußen an einen geschützten Platz setzen und beobachten.

Gut ist ein erhöhter Standort wie ein Tisch auf der Terrasse. So falle es dem Tier leichter, anschließend wieder zu starten. „Fliegt er nach etwa einer Stunde nicht davon, hat er wahrscheinlich ein Hirntrauma oder innere Verletzungen erlitten“, sagt Ursula Bauer, Diplombiologin bei Aktion Tier. Dann sollte der Vogel zum Tierarzt gebracht werden.

Ganz vermeiden lässt sich der Flug gegen die Glasscheibe nicht.

Vorgezogene Gardinen und Rollos machen Glasflächen für Vögel aber besser sichtbar. Denselben Effekt erzielen Mobiles im Fenster oder Aufkleber an größeren Fensterflächen. Die Form des Aufklebers spielt dabei keine Rolle: „Wichtig ist nur, dass die Scheibe unterbrochen wird und die durchsichtige Fläche für den Vogel optisch kleiner ist“, erklärt Bauer. So versuchen sie nicht, an der Stelle einfach weiterzufliegen.dpa

Zitronenfalter und Admiral: Zählaktion für Schmetterlinge

Zur Suche nach Zitronenfalter, Admiral und Pfauenauge ruft der BUND auf. Von diesem Wochenende an können Teilnehmer die Schmetterlinge in ihrem Garten oder im Park zählen und bestimmen. Auf seiner Homepage bietet der BUND einen Zählbogen an, auf dem die verschiedenen Arten abgebildet sind und sich so leichter zuordnen lassen. Die Zählergebnisse lassen sich über das Internet direkt eingeben. Die Aktion läuft noch bis Oktober, erläutert der Umweltschutzverband. Die gesammelten Daten sollen am Schluss ausgewertet und mit anderen wissenschaftlichen Untersuchungen verglichen werden. Die Ergebnisse werden zum Jahresende erwartet. dpa

Weitere Informationen unter:

www.bund.net/faltertage

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