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Immer mehr Assistenzsysteme

im Fahrzeugbau

Automobilhersteller nutzen die wachsende Zahl an Assistenzfunktionen, um sich vom Wettbewerber zu unterscheiden. Eine weitere zentrale Motivation, Autos in allen Klassen künftig verstärkt mit Assistenzsystemen auszurüsten, resultiert aus dem künftigen Ratingschema von „Euro NCAP“. So muss für die maximale Fünf-Sterne-Wertung von 2014 an mindestens ein Assistenzsystem an Bord sein. Von 2016 an ist ein umfassender Fußgängerschutz für Neufahrzeuge Pflicht. Ist ein entsprechender Sensor an Bord, lässt er sich auch für die Erfassung von Verkehrszeichen nuten. Die Fahrerassistenz wird in den kommenden Jahren einen regelrechten Boom erleben“, sagt Bosch-Geschäftsführer Wolf-Henning Scheider.“ mid/Tsp

Amerikanischer Elektroauto-Bauer Coda gibt auf

Die Pläne eines weiteren Herstellers von Elektroautos haben sich zerschlagen. Die kalifornische Coda Automotive meldete Insolvenz an. Nun versucht das Unternehmen einen Neustart als Spezialist für komplexe Batterien und deren Steuerung, wie Firmenchef Phil Murtaugh erklärte. Das verbliebene Autogeschäft soll binnen 45 Tagen verkauft werden. Coda wollte mit einer alltagstauglichen Elektrolimousine für 37 250 Dollar (28 600 Euro) den breiten Markt erobern. Der Hersteller versprach eine Reichweite von rund 200 Kilometern mit einer Batterieladung. dpa

Analyse: Skeptischer Ausblick

für Elektroautos

Die Elektromobilität kommt einer Analyse zufolge nicht richtig in Schwung. Es gebe noch viele ungelöste Probleme, wie aus dem „Index Elektromobilität“ der Beratungsgesellschaft Roland Berger Strategy Consultants und der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen hervorgeht. Die Herstellung von Elektrofahrzeugen sei für die Autohersteller immer noch finanziell unattraktiv. „Beim Verkauf von Elektrofahrzeugen realisieren Automobilhersteller viel geringere Deckungsbeiträge als beim Verkauf von Autos mit konventionellem Antrieb“, hieß es. Der Index vergleicht die Wettbewerbsposition der sieben führenden Automobilnationen, dies sind Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Japan, China und Südkorea in der E-Mobilität. Ungelöst sei außerdem das Problem der mangelnden Infrastruktur. Die eingeschränkte Reichweite werde sich voraussichtlich erst nach 2020 durch effizientere Speichertechnologien verbessern. Unter den einzelnen Ländern halte Südkorea im Technologiebereich weiterhin die Spitzenposition. Danach folge Deutschland. In allen untersuchten Ländern sinke die öffentliche Förderung für Forschung und Entwicklung, mit Ausnahme von China. dpa

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