NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Heckenschnitt stört die Brut

von Amseln und Finken

Gartenbesitzer warten besser noch bis Ende Juli, um ihre Hecke in Form zu bringen. Denn derzeit brüten viele Singvögel in den Blättern und Zweigen. Die Jungen von Amseln, Grünfinken und Zaunkönigen werden zum einen durch den Schnitt gestört. Zum anderen finden Greifvögel die Nester mit den jungen Tieren einfacher, wenn schützende Zweige fehlen. Darauf weist Marco Sommerfeld vom Naturschutzbund (NABU) in Hamburg hin. Grundsätzlich gilt bis zum 30. September ein Bestandsschutz von Hecken, Büschen und Schilfen, um Brutstätten von Tieren nicht zu gefährden. Das Verbot, Pflanzen zu roden und bis auf den Stock zurückzuschneiden, ist Bestandteil des Bundesnaturschutzgesetzes. Erlaubt sind den Sommer über nur Formschnitte, bei denen neue Triebe gestutzt werden. Aus Rücksicht auf die Vogelbrut sollten Gartenbesitzer aber auch darauf momentan verzichten. dpa



Gehbehinderte Krähen

nicht zu Hause zum Laufen bringen

Vor allem junge Stadtkrähen haben häufig deformierte Füße und Krallen. Es mache aber keinen Sinn, einen behinderten Vogel alleine aufziehen zu wollen, warnt Ursula Bauer von der Aktion Tier. Zum einen zählen Krähen zu den Wildtieren, die laut Naturschutzgesetz nicht aufgenommen und dauerhaft gehalten werden dürfen. Zum anderen werden Krähen bis zu 20 Jahre alt und sollten nicht schon in jungen Jahren ohne Artgenossen aufwachsen. Eine hilflose Krähe ist beim Tierarzt am besten aufgehoben. Er kann entscheiden, ob eine Therapie Sinn macht oder der Vogel eingeschläfert werden muss. Schuld an den Missbildungen bei Krähen ist nicht artgerechtes Futter. In Städten füttern Vogeleltern ihre Küken aus Mangel an richtiger Nahrung häufig mit Essensresten, die sie im Abfall finden. Diese Mangelernährung versorgt junge Krähen mit zu wenig Kalzium und Vitaminen. Dadurch sind die Knochen instabil und können sich verformen. Um gesund zu bleiben, brauchen Krähen unter anderem Insekten, Würmer, Schnecken, Beeren, Getreide und Aas. dpa

Immer mehr polnische Kohle

befeuert deutsche Grills

Grillen wird immer beliebter: Im vergangenen Jahr wurden 243 000 Tonnen Grillkohle nach Deutschland eingeführt. Das waren über 50 Prozent mehr als vor fünf Jahren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. 2008 lag die Gesamtmenge importierter Holzkohle bei 158 000 Tonnen. Die meiste Grillkohle stammt aus Polen. 2012 war das östliche Nachbarland mit 59 000 Tonnen Hauptlieferant für Grillfeiern in Deutschland. An zweiter Stelle der Lieferländer stand Paraguay mit 44 000 Tonnen, gefolgt von Litauen mit 31 000 Tonnen.dpa

Ameisen mit Süßem ködern oder

mit Kräutern in die Flucht schlagen

Ameisen lieben Süßes. Hobbygärtner ködern die Tierchen daher am besten mit Gläsern mit Resten von Honig und Marmelade oder mit Zuckersirup. Das rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein- Westfalen. Die Alternative stinkt den Ameisen: Der Duft vergorener Wermutjauche vertreibe die Tierchen von der Terrasse. Dazu werden 300 Gramm frisches und 30 Gramm getrocknetes Kraut mit zehn Litern Wasser ausgegossen. 14 Tage muss der Sud ziehen. Auch das Aroma von Kräutern wie Lavendel, Thymian und Majoran riechen die Tierchen nicht gerne. dpa

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