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Mit der Verleihung von gleich zwei Nobelpreisen in diesem Jahr stehen der Physiker Peter Grünberg und der Physikochemiker Gerhard Ertl in der großen Tradition deutscher Naturwissenschaftler.

Besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden viele bahnbrechende Entdeckungen in Deutschland – und gerade auch in Berlin – gemacht.



Wilhelm Conrad Röntgen.

Er erhielt 1901 als erster Wissenschaftler überhaupt den Nobelpreis für Physik. 1895 gelang ihm die Entdeckung der „X-Strahlen“, wie er sie selbst nannte. Die damit verbundene Berühmtheit war dem introvertierten Gelehrten aber mehr Last als Lust. Er zog sich später aus der Öffentlichkeit zurück.

Max Planck. Er war von 1887 bis 1927 Professor an der Berliner Universität. Weltberühmt wurde er 1900 durch die Aufstellung eines Strahlungsgesetzes, das später zur Quantentheorie führte. 1918 erhielt er den Nobelpreis für Physik. 1930 wurde er zum Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gewählt. Seit 1946 trägt die Nachfolgegesellschaft seinen Namen.

Albert Einstein. Er war zuerst Professor in Zürich, wurde 1917 zum Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin berufen. 1905 legte er den Grundstein für die spezielle Relativitätstheorie und entwickelte mit E = mc2 die wohl berühmteste Formel der Welt. Damit stellte er die moderne Physik auf neue Grundlagen. 1922 wurde ihm der Nobelpreis verliehen. Nach der Machtergreifung durch die Nazis lebte Einstein in den USA.

Otto Hahn. Er wurde 1910 Professor an der Berliner Universität. 1938 gelang ihm erstmals die Spaltung des Urankerns durch Neutronen. Damit war auch die Möglichkeit einer technischen Auswertung der neuen Energiequellen erkennbar geworden. Es war allerdings auch die Geburtsstunde der Atombombe. 1945 wurde ihm rückwirkend der Chemie-Nobelpreis 1944 für seine Entdeckung verliehen. Otto Hahn setzte sich später immer wieder für ein Atomwaffenverbot ein. Tsp

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