Zeitung Heute : Nachrichten

George W. Bush bleibt Präsident. Wie deuten die Zeitungen der USA diese Entscheidung in ihren Leitartikeln? Wir dokumentieren den jeweils letzten Satz von Editorials, die am Tag nach der Wahl erschienen.

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Dienstag war ein guter Tag für Amerika.

La Tampa Tribune, Florida. (1)

Wir hoffen, dass er dieses Mal erfolgreicher sein wird.

Boston Globe, Massachusetts. (2)

Wenn rote und blaue Amerikaner sich nicht zusammentun können, um etwas Violett auf die Landkarte zu bringen, wird ihre Teilung zu einer ernsteren Balkanisierung führen als eine Stammzellen-Politik im Alleingang.

Los Angeles Times, Kalifornien (3)

Jetzt hoffen wir, dass der Präsident ein Team um sich schart, das es mit seiner Kompetenz und Nüchternheit aufnehmen kann.

Washington Post, Washington D.C. (4)

Weil Demokratie so funktioniert.

The Salt Lake Tribune, Utah (5)

Wir können nur hoffen, dass er Erfolg haben wird, denn falls er in seinen Hauptaufgaben versagt, werden diese seine Fehler uns alle einholen.

Arizona Republic, Arizona (6)

Unsere Hoffnung ist, dass die folgenden vier Jahre eine Zeit erhöhter Zivilisierung und von mehr Respekt im öffentlichen Leben werden.

Deseret News, Salt Lake City, Utah (7)

Wir freuen uns auf die kommenden vier Jahre und bleiben hoffnungsvoll, dass der Texaner, der mit dem Versprechen auf den Lippen nach Washington ging, ein „Vereiniger, kein Teiler“ zu sein, seine Gabe zur Koalitionsbildung wieder entdecken wird, und Amerika stärker und geeinter verlassen wird, als er es vorfand.

Dallas Morning News, Texas (8)

Eine unbeantwortete Frage ist, ob die kraftvolle Welle der Wähler, die Mr. Bush zurück ins Weiße Haus spülte, um die Moral zu beschützen, einen glaubensgestützten Kampf gegen die schlimmsten Exzesse einer modernen Gesellschaft kämpft, oder ob sie nur die Vorhut einer neuen Welle von Wählern ist, die von Säkularismus, Popkultur und dem ethischen Dickicht an der Spitze wissenschaftlicher Entdeckungen abgestoßen ist.

St. Louis Post-Dispatch, Missouri (9)

Es hängt davon ab, wie er jetzt voranschreitet, ob seine Hoffnung für ein geeintes Amerika Wirklichkeit wird.

Charlotte Observer Online, North Carolina (10)

Es ist noch nicht klar, ob die demokratischen Partisanen das realisiert haben.

Las Vegas Review-Journal/Sun, Nevada (11)

So beginnen positive Zukünfte.

Chicago Sun-Times, Illinois (12)

Ohne größere Unterstützung von zu Hause und aus dem Ausland könnte der Präsident leicht die Gelegenheit der kommenden vier Jahre vergeuden und eine Welt hinterlassen, die sehr viel gefährlicher ist, als die, in der wir am 11. September 2001 aufgewacht sind.

Star Ledger, Newark, New Jersey (13)

„Ich sehe einen großen Tag kommen für unser Land“, sagte der Präsident. Das Mandat dafür ist unleugbar seines.

Philadelphia Inquirer, Pennsylv. (14)

Hoffnung war unterwegs, immerhin.

Boston Herald, Massachusetts (15)

Er muss eine einfallsreiche Agenda schaffen und nach talentierten Amtsträgern in beiden Parteien Ausschau halten, die die Details beeinflussen können. Und wenn wir schon mal dabei sind, sollte er dasselbe auf einer globalen Ebene tun.

Denver Post, Colorado (16)

Republikanische Strategen sagen, ein fundamentaler Wandel sei ihr Ziel. Nie hatten sie eine bessere Gelegenheit, ihn zu erreichen.

USA Today (17)

Politische Vergeltung wird sicherlich nichts nützen.

Indianapolis Star, Indiana (18)

Zeit für die Realität.

The Seattle Times, Washington (19)

Indem sie die entzweiende Rhetorik beiseite legen und zusammenarbeiten, haben der Präsident und der Kongress die beste Chance, eine nationale Einheit aufzubauen, das Land zu beschützen und es während der nächsten vier Jahre nach vorne zu bringen.

Kansas City Star, Missouri (20)

Das Land wäre besser dran mit den jetzt amtierenden Richtern, als mit allen, die der Präsident vermutlich ernennen wird.

Detroit Free Press, Michigan (21)

Nach der Kabinettssitzung machte sich Bush auf nach Camp David in Maryland für ein langes Wochenende.

The Bergen Record, Hackensack, New Jersey (22)

Eine bittere und hart umkämpfte Kampagne hat das Ausmaß der Teilung unserer Nation ans Licht gebracht, es wird Zeit, dass unser Präsident diese Teilung heilt.

Honolulu Advertiser, Hawaii (23)

Jetzt muss er das Mandat aufnehmen, das die Wähler ihm übertragen haben und die Nation regieren mit all der Intelligenz und Weisheit, die er aufbringen kann.

The Sun News, Myrtle Beach, South Carolina (24)

Wir brauchen eine neue Richtung, zu Hause und im Ausland. Wir hoffen und beten, dass der Präsident, den wir am Dienstag gewählt haben, dies leisten kann.

Tuscaloosa News, Alabama (25)

Wir wollen Demokratie in Aktion sehen – aber nicht um den Preis, unsere Nation irreparabel zu teilen.

Andalusia Star News, Alabama (26)

Letzten Endes ist er Präsident für alle Amerikaner.

Anchorage Daily News, Alaska (27)

Dies ist weder die Zeit für die Gewinner, sich hämisch zu freuen, noch für die Verlierer, zu jammern und zu heulen. Es ist jetzt Zeit, weiter die Lebensqualität in Amerika zu verbessern und das Land vor Terror zu sichern.

The Daily Courier, Arizona (28)

Die Wahl ist vorbei, aber Amerikas Überzeugungen sind immer noch auf dem Prüfstand.

Democrat-Gazette, Little Rock, Arkansas (29)

Das System der amerikanischen Demokratie mit einer Stimme für eine Person hat sich wieder als erfolgreichstes Modell der Welt erwiesen. Sobald dieses System steht, gewinnt jeder.

Times-News, Twin Falls, Idaho (30)

Unsere Hoffnung für Bushs zweite Amtszeit ist, dass er weiterhin in seinem Job lernt – wie das alle Präsidenten tun – und dass er beweisen kann, dass diese Probleme temporäre Stufen sind auf dem Weg zu dauerhaften Lösungen.

The Mercury News, San Jose, Kalifornien (31)

Jetzt können wir zu den ernsten Dingen zurückkommen, die diese Nation beschäftigen – ohne diese ekelerregenden Fernsehspots.

Pueblo Chieftain Online, Colorado (32)

Der Besatzer des Weißen Hauses für die nächsten vier Jahre steht fest; der Kurs der Nation nicht. Für alle auf dem Campus, die sich verbittert und desillusioniert fühlen heute, ist dies ein Punkt, den es zu erinnern lohnt.

Yale Daily News, Connecticut (33)

Es gibt keinen Zweifel in unseren Köpfen, dass wir alle das Beste für unseren Staat suchen.

Albert Lea Tribune, Iowa (34)

John Kerry hat bei seiner Rede am Mittwoch den perfekten, versöhnlichen Satz gesagt: „In einer amerikanischen Wahl gibt es keine Verlierer, denn ob unsere Kandidaten erfolgreich sind oder nicht, am nächsten Morgen wachen wir alle als Amerikaner auf.“

Natchez Democrat, Mississippi (35)

Haben wir einfach zugeguckt, wo der meiste Dreck gelandet ist?

Central Kentucky News Journal, Kentucky (36)

Gott segne Amerika.

The Capital, Annapolis, Maryland (37)

Es könnte schlimmer stehen.

Winona Post, Minnesota (38)

Es ist gut, ein Amerikaner zu sein, wo Stimmen zählen, die Mehrheit regiert und die Nation zusammen steht.

Hannibal Courier-Post, Missouri (39)

Wir können es uns nicht verkneifen zu hoffen, dass Präsident Bush sich dankbar erweisen wird in seinem Sieg und dass eine versöhnliche Brise oder auch zwei in den nächsten Monaten durch das Weiße Haus wehen werden.

Santa Fe New Mexican, N. Mexico (40)

Wir müssen zusammenstehen, und trotz aller Probleme und Bedrohungen von innen und außen ist die einzige Art zu leben, mit Hoffnung zu leben.

Muskogee Phoenix, Oklahoma (41)

Recherchiert von Michael Mussotter

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