Zeitung Heute : Neue Aktion zum sauberen Internet

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) will bei Berichten über Kinderpornographie im Internet mit der Polizei zusammenarbeiten.Künftig sollten die Behörden bei Beschwerden über Online-Inhalte informiert werden, wenn sich der Verdacht einer konkreten Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit von Personen ergebe, teilte der Verein am Dienstag in Bonn mit.Die Person des Beschwerdeführers bleibe jedoch nach wie vor anonym.Bisher hatte die FSM derartige Beschwerden lediglich intern nach ihrer Beschwerdeordnung behandelt.Mitglieder des Vereins und angeschlossene Unternehmen waren jedoch nach den Satzungen dazu verpflichtet, sich den Entscheidungen der Beschwerdestelle zu unterwerfen und diese künftig zu beachten.Dadurch sollte den Entscheidungen Rechtsverbindlichkeit zukommen.

Im Zuge der öffentlichen Diskussion über Kinderpornographie im Netz war der 1997 gegründeten FSM vorgeworfen worden, nicht alles zur Aufdeckung schwerer Straftaten zu unternehmen.Mitglieder der Organisation sind mehrere Bundesverbände von Inhalteanbietern im Netz, zwei Online-Dienste sowie zahlreiche Multiediaunternehmen.Jedermann kann sich mit Beschwerden über unzulässige oder jugendgefährdende Inhalte im Internet oder in Online-Diensten an die FSM wenden.Wie die Organisation weiter mitteilte, wurde Arthur Waldenberger (34) zum neuen Vorsitzenden des FSM-Vorstands ernannt.Die FSM-Mitgliederversammlung wählte den Kölner Rechtsanwalt einstimmig zum Nachfolger von Detlev Müller-Using von der Deutschen Telekom.Waldenberger leitet den Fachbereich "Europa und Medien" beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und ist Mitherausgeber der Zeitschrift "Multimedia und Recht".

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