Zeitung Heute : Neue Aufgaben für bislang Unverwertbares
20.04.2002 00:00 UhrEs dauert zwar noch mehr als ein Jahrzehnt - doch von 2015 an werden beim Autorecycling 95 Prozent aller Werkstoffe eines Fahrzeugs der Wiederverwendung und Verwertung zugeführt werden müssen. Was bei Metallen schon heute unproblematisch ist, bereitet bei den 17 Prozent "Nicht-Metall-Stoffen" viele Probleme. Doch es gibt bei VW schon heute interessante Lösungsansätze, die soeben mit dem Forschungspreis 2001 des VW-Konzerns ausgezeichnet wurden. So teilt ein Forschungsteam unter Dr. Hartmut Heinrich den neben Kunststoffen, die erneut in den Stoffkreislauf einfließen, verbleibenden nicht wiederverwendbaren Rest in drei Stoffströme - Shreddergranulat aus Kunststoff und Gummi, Shredderflusen aus Textilien und Schaumstoffen und Shreddersand aus Glas, Lacksplittern und Sand vom Unterboden und aus den Radhäusern.
Das Shreddergranulat kann aufbereitet in Hochöfen eingeblasen werden und dient dort als Reduktionsmittel bei der Roheisenerzeugung, die aufbereiteten Shredderflusen stabilisieren Klärschlamm und wirken als Entwässerungsmittel, und der Shreddersand kann bei der Metallverhüttung eingesetzt werden.








