Zeitung Heute : Neue Unruhe bei Brasilien

PARIS .Der 2:1-Auftaktsieg gegen Schottland hat die Streitereien bei Weltmeister Brasilien nicht beseitigen können.Im Gegenteil: Die Maßnahme von Trainer Zagalo, Mittelfeldspieler Giovanni aus der Stammformation zu nehmen, hat in Frankreich für heftige Unruhe in den Reihen des Titelverteidigers gesorgt."Es ist zu früh, einen Wechsel vorzunehmen", kritisierte Kapitän Dunga die Entscheidung seines Chefs gleich nach dem WM-Start.Der 66jährige hat Giovanni vom FC Barcelona ein miserables Zeugnis für den WM-Auftakt ausgestellt und sich für seinen Lieblingsschüler Leonardo als Alternative für die nächste Begegnung in der Gruppe A mit Marokko am Dienstag entschieden.

Zagalo verteidigte am Freitag abend seinen Beschluß."Ich weiß nicht, was ich mit Giovanni machen soll.Ich bin kein Psychologe", sagte der Trainer ratlos.In Richtung des Ex-Stuttgarters Dunga sprach Zagalo ein Machtwort."Ich bin der Trainer, und hier bestimme ich", sagte er.Der 26jährige Giovanni reagierte derweil sauer auf seinen Ausschluß aus der Stammformation und verließ das Trainingsgelände in Ozoir la Ferriere wortlos.

Weiteren Wirbel gibt es um den Sturmpartner von Superstar Ronaldo, den 34jährigen Bebeto.Gegen Schottland agierte Bebeto weitgehend glücklos."Ich bin völlig ruhig.Ich habe alles gemacht, was von mir verlangt wurde, und habe daher keine Lust, aus der Mannschaft zu fliegen", sagte Bebeto, der in Frankreich den Part des ausgebooteten Romario übernommen hat.

Es mehren sich aber die Stimmen, die sich für "el animal" Edmundo an der Seite von Ronaldo aussprechen."Ich würde Ronaldo gemeinsam mit Edmundo und Denilson aufstellen, vor allem gegen massive Abwehrreihen", meldete sich Fußball-Idol Pele einmal mehr zu Wort.

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