Zeitung Heute : Neuer AMD-Chip für den Europa-Markt

DRESDEN (rah).Der amerikanische Halbleiterhersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat am Dienstag in Dresden sein neues Produkt, den Prozessor K6-2 in den europäischen Markt eingeführt.Jener Prozessor in sogenannter 3DNow!-Technologie ist Microsoft Windows kompatibel und verspricht verbesserte Bild- und Graphikwidergabe sowie höhere Tonqualität.

Bei AMD gilt der K6-2 als der erste Prozessor, der unabhängig von vorhandenen Intel-Modellen entwickelt wurde.In der zweiten Jahreshälfte soll eine noch schneller Variante, den K6-3, auf den Markt zu bringen.Der K6-2 ist Teil der europäischen Marktstrategie von AMD.Ziel ist es, in Europa einen Marktanteil von 30 Prozent bei Mikroprozessoren zu erreichen.Das soll vor allem mit dem Nachfolgemodell K7 aus dem neuen Dresdner Werk erreicht werden.Der K7 soll im ersten Halbjahr 1999 auf den Markt kommen.Der europäische Marktanteil von AMD wird gegenwärtig mit rund 12 Prozent angegeben.Die Umsatzerwartungen liegen 1998 über 2 Mrd US-Dollar.

Der Gesamtumsatz den Unternehmens lag 1997 bei rund 2,4 Mrd.US-Dollar.In Dresden baut das Unternehmen seit 1996 für rund 1,9 Mrd.US-Dollar eine neue Produktionsstätte.Die Serienfertigung des AMD-K7 soll in der zweiten Jahreshälfte 1999 anlaufen.Bei der Dresdner Investition rechnet AMD mit einer Laufzeit von etwa zehn Jahren.Bis zum Jahr 2002 sollen an dort rund 1 800 Arbeitsplätze entstehen.Gegenwärtig sind bei AMD Saxony 470 Mitarbeiter eingestellt.Bis Ende des Jahres solle die Mitarbeiterzahl auf 700 steigen.Außerdem will AMD in Dresden ein Design-Zentrum betreiben, das bereits im Juli seine Arbeit aufnehmen soll.

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