Neues vom Planeten MODE : Die große Hitzeverschwörung

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Dass vom Wetter abhängt, was man anzieht, ist klar. Weniger sicher ist, ob Mode auch eine Wirkung auf das Wetter hat. Nach den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit muss diese Frage – zumindest für den Fall Berlin – aber nun doch gestellt werden. Und zwar nicht nur auf klimabewussten Ökomode-Veranstaltungen. Denn pünktlich zur Fashion Week neigt das hiesige Wetter zu Extremen.

Seinen Anfang nahm dieser beunruhigende Trend im vergangenen Sommer, als die Stadt unter tropischen Temperaturen ächzte. Im vergangenen Januar zeigte dann der Winter, wozu er im Stande sein kann. Vor den Toren der Bread & Butter türmten sich seinerzeit meterhohe Schneeberge auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof.

Und in den vergangenen Tagen stellte sich eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 36 Grad ein. Wer das Pech hatte, eine Modenschau in einer unklimatisierten Räumlichkeit verfolgen zu müssen, durfte sogar noch deutlich höhere Spitzenwerte erleben.

Verschwörungsliebhabern sei folgende Theorie ans Herz gelegt: Es handelt sich um einen perfiden Marketingtrick. Die Wetterlage wird dafür so justiert, dass man nur noch in extremer Saisonware – superwarmer Winter- oder dünnstmöglicher Sommerkleidung – aus dem Haus gehen mag. Und genau diese Produkte sieht man dann auf den Messen und Modenschauen. Das kann doch eigentlich kein Zufall sein.

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