Zeitung Heute : Neukölln kürzt die Jugendhilfe

Berlin - Der Bezirk Neukölln hat mehr als 60 Einrichtungen wie Schulstationen, die von Pädagogen und Psychologen freier Träger unterhalten werden, sowie mehreren Jugendclubs und Streetworkern Kündigungen zum 30. September geschickt. Hintergrund sind Mehrausgaben bei der Jugendhilfe im Bezirk in Millionenhöhe. Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) begründete die Kürzungen damit, dass Hilfen zur Erziehung nicht den Haushalt „ruinieren und Bezirkspolitik in Neukölln auf Dauer unmöglich machen“ könnten. Er habe „die Reißleine ziehen müssen“. Freien Trägern sowie Ehrenamtlichen wurde gleichzeitig aber Hoffnung auf den Abschluss neuer Verträge gemacht. CDU-Bildungsexperte Sascha Steuer warnte davor, langfristig Aufgebautes kaputtzumachen: „Um Schulstationen haben wir nach Rütli doch jahrelang gerungen.“ Am Mittwoch befassen sich die Bezirksverordneten auf einer Sondersitzung mit den Mehrausgaben und den beabsichtigten Kürzungen. kög

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