Zeitung Heute : NIGERIA

PARIS .Mit einschneidenden personellen Konsequenzen will der Nigerianische Fußballverband (Nfa) auf den Achtelfinal-K.o.der "Super Eagles" bei der Weltmeisterschaft in Frankreich reagieren."In Zukunft werden mehr einheimische Spieler in der Mannschaft sein", sagte Nfa-Präsident Abdulmumini Aminu am Dienstag in Paris und kündigte an, man werde beim Neuaufbau des Teams für die Afrika-Meisterschaft in zwei Jahren weitgehend auf die bei ausländischen Vereinen engagierten Spieler verzichten."Als Konzentration und professionelle Einstellung gefragt waren, haben die meisten von ihnen eine fragwürdige Haltung an den Tag gelegt."

Auch Generalsekretär Sani Toro rechnete mit der aus elf ausländischen Klubs zusammengestellten Mannschaft ab und bezeichnete die Spieler als eine "geldgeile Horde".Vor dem Achtelfinal-Duell mit Dänemark hätten sie zu der bereits vereinbarten Prämie von 20 000 US-Dollar pro Mann weitere 10 000 Dollar gefordert, so der Verbandsfunktionär, "und uns blieb keine andere Wahl, als zu zahlen.Als Dank beschimpfen uns die Spieler und geben uns die Schuld an der Niederlage.Das ist eine Schande."

Ein Großteil der Mannschaft stempelte nach dem 1:4 gegen die Dänen den Verband zum Sündenbock."Uns fehlte die Konzentration, weil wir Probleme hatten wegen der armseligen Organisation durch die Nfa", kritisierte Torwart Rufai, "keiner von den Verbandsbossen hat sich richtig um uns gekümmert." Generalsekretär Sani Toro wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Nfa habe mit Unterstützung der Regierung optimale Voraussetzungen für die WM geschaffen.

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