Zeitung Heute : Notfallbeutel mit Wasser in Spandau Quelle der Fäkalkeime

sind wohl Brunnen

Berlin - Die Berliner Wasserbetriebe vermuten nach ersten Untersuchungsergebnissen, dass mit Fäkalkeimen verschmutzte Brunnen Ursache der Trinkwasserverunreinigungen in Berlin-Spandau sind. Am heutigen Sonnabend sollen die Analaysergebnisse der im nördlichen Spandau im Trinkwasser entdeckten coliformen Bakterien vorliegen. So lange soll das Trinkwasser weiter abgekocht werden. Derzeit wird sicherheitshalber das Trinkwasser in ganz Berlin gechlort. Am Freitag wurde den rund 200 000 betroffenen Haushalten weiter empfohlen, das Wasser 20 Minuten lang abzukochen.

Die offenbar verunreinigten Brunnen sollen sich im Areal Pionierstraße befinden. In Spandau haben die Wasserwerke Notfallbeutel mit Trinkwasser unter anderem für Kindertagesstätten und Altersheime sowie vor dem Rathaus verteilt. Die Beutel aus Lagern könnten nach dem Abfüllen bis zu drei Jahre aufbewahrt werden, sagte ein Sprecher am Freitag.

Während das Bezirksamt und das Landesamt für Gesundheit und Soziales für das Abkochen des Wassers fünf Minuten für ausreichend halten, verteidigten die Wasserbetriebe ihre Empfehlung von 20 Minuten. Für das Töten der Keime reichten zwar wenige Minuten, solange man aber nicht wisse, ob auch Sporen im Wasser sind, sollten zur Vorsicht die 20 Minuten eingehalten werden. Sporen könnten ins Wasser gelangen, falls es einen Schaden an den unterirdischen Speichern gebe. Die Wasserbetriebe haben die Kontrollen intensiviert und messen jetzt auch im Leitungsnetz. Geprüft werde die Qualität des Wassers häufiger, als es die Verordnung vorschreibe. kög/kt

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