Zeitung Heute : Ob Bomben helfen?: Saddam Hussein führt gerne Krieg

David Ensikat

Seid bloß froh, dass ihr nicht im Irak lebt. Nein, nein, die Leute dort sind nicht unfreundlich. Aber sie sind arm, manche haben nicht genug zu essen. Und sie haben einen Präsidenten, der meint, er sei ein König. Er heißt Saddam Hussein, und er führt gern Krieg. Vor zehn Jahren hat er seine Armee losgeschickt, ein Nachbarland zu erobern. Viele andere Länder haben da gesagt: "So geht das nicht." Und sie haben ihre Armeen losgeschickt, um Saddam Husseins irakische Armee aus dem Nachbarland zu vertreiben. Das war eine blutige, furchtbare Sache, aber am Schluss musste der Präsident seine Armee zurückholen.

Damit er nicht noch einmal auf die Idee kommt, einen Krieg zu beginnen, haben die anderen Länder gesagt: "Du darfst keine große Armee mehr haben." Das war auch deshalb vernünftig, weil so eine Armee furchtbar viel Geld kostet. Geld, das die Leute im Irak eigentlich zum Leben bräuchten. Leider ist das dem Präsidenten egal. Er will weiter eine große Armee haben, und er lässt weiter Kanonen bauen. Wofür wohl?

Wie macht man einem Präsidenten, der Krieg will, klar, dass man das nicht darf? "Ist doch ganz einfach", haben die Amerikaner gesagt. "Wir machen ihm einfach seine Kanonen kaputt." Also haben sie Kriegsflugzeuge losgeschickt, die Bomben auf Saddam Husseins Kanonen warfen.

Ob das hilft? Dummerweise kann der Präsident nun den Menschen im Irak sagen: "Seht ihr, die Amerikaner fangen mit dem Krieg an. Wir müssen uns wehren und brauchen eine starke Armee." Dann wird wieder viel Geld für Kanonen und Soldaten ausgegeben, und die Leute bleiben arm. Seid bloß froh, dass ihr nicht im Irak wohnt.

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