Zeitung Heute : Ohne Grenzen

Welche Staaten die PID in Europa erlauben und welche nicht

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Während in Deutschland noch über die Präimplantationsdiagnostik (PID) gestritten wird, hat sich Europa größtenteils entschieden. In insgesamt elf Staaten – Großbritannien, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und den Niederlanden – ist PID erlaubt. Am detailliertesten sind die Regelungen in Frankreich. Dort ist sie nur dann zugelassen, wenn „ein Arzt in einem Zentrum für pränatale Diagnostik ein hohes Risiko der Übertragung einer besonders ernsthaften, unheilbaren genetischen Erkrankung" feststellt. Aber auch die anderen Staaten betonen, dass nur das Risiko „schwerer unheilbarer Erbkrankheiten" oder „schwerer Gendefekte" eine PID rechtfertige. In England fühlen sich Kritiker allerdings bereits bestätigt, die eine Ausweitung dieser Formeln befürchten. Britische Behörden haben jüngst die PID erlaubt, weil Eltern ein „genetisch passendes" Kind zur Welt bringen wollten, das später als Blutspender für erkrankte Geschwister dienen sollte.

Verboten ist PID in Irland, Österreich und der Schweiz. Die Österreicher dürfen allerdings entwicklungsfähige Zellen untersuchen, wenn eine Schwangerschaft medizinisch unterstützt werden soll. sw

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