Zeitung Heute : ONLINE-DIENSTE IM PROFIL: COMPUSERVE (3)

HANS-PETER STRICKER

Email de Luxe -CompuServe-Email ist komfortabel und vielseitig VON HANS-PETER STRICKER

Was elektronische Post betrifft, wartet der Online-Dienst CompuServe mit einer erstaunlichen Vielfalt von Funktionen auf.Darüber hinaus ist er aber äußerst benutzerfreundlich, das heißt, in seiner Funktionsweise durchweg selbsterklärend und gut verständlich. Im Menü "Post" des CompuServe Information Managers WinCIM findet sich alles, was der Nutzer so braucht: einen Befehl zum Verfassen und Versenden von elektronischen Briefen, einen für Diskussionsbeiträge zu einem CompuServe-Forum und einen zum Verschicken von Dateien.Nicht zu vergessen ist natürlich der Befehl "Neue Post lesen", der WinCIM veranlaßt, sich mit CompuServe zu verbinden und den dortigen persönlichen elektronischen Briefkasten zu leeren. Auf den Befehl "Brief verfassen" öffnet sich im Informationsmanager ein Nachrichtenformular, in das der Nutzer in entsprechende Felder den oder die Empfänger, einen Betreff, die eigentliche Nachricht und gegebenenfalls Datei-Anlagen eingeben kann. Bis hierher unterscheidet sich die CompuServe-Email kaum von einer Internet- oder etwa einer T-Online-Email.Hinter dem unscheinbaren Button "Optionen" verbergen sich dann aber einige Besonderheiten, die es so nur bei CompuServe gibt, die aber andererseits nur wirksam werden, wenn auch der Empfänger CompuServe-Mitglied ist.So kann der Nutzer seiner Nachricht zum Beispiel unterschiedlich hohe Prioritäten zuweisen, mit dem Effekt, daß sie beim Empfänger im (virtuellen) Stapel eingegangener Post je nach dem höher und tiefer zu liegen kommt. Die Option "Quittung" meldet nicht nur zurück, daß eine Nachricht angekommen ist, sondern auch, ob sie gelesen wurde.(Wie aufmerksam allerdings, darüber erfährt der Nutzer nichts.) Über ein "Ablaufdatum" kann er zudem bestimmen, wann die noch ungelesene Nachricht aus dem Briefkasten des Empfängers wieder entfernt werden soll.Situationen sind denkbar, in denen solch ein Zusatzdienst nützlich sein kann. Nützlich ist auf jeden Fall die Möglichkeit, eine Nachricht auch per Fax zu senden.Da kann dann der Empfänger jeder sein, der über einen Fax-Anschluß verfügt.Alles, was der Nutzer tun muß, ist, in das Adressfeld "FAX:" und die Fax-Nummer des Empfängers zu schreiben.Die Gebühren, die CompuServe für diesen Service berechnet, liegen zum Teil deutlich unter denen der Telekom.Zum Beispiel zahlt der CompuServe-Kunde 1 Mark 50 für tausend Zeichen, ganz egal an welches Ziel in Europa er seine Nachricht sendet. Wie das Kürzel "FAX" im Adressfeld dem Informationsmanager mitteilt, daß das folgende eine Faxnummer ist, muß man durch "INTERNET" kundtun, daß eine Internet-Adresse (mit dem typischen @)folgt.Dann wird die Nachricht über ein sogenanntes Gateway ins Internet gereicht und findet dort ihren Empfänger.Innerhalb von CompuServe muß der Nutzer nichts weiter tun, als die Benutzernummer des Empfängers einzugeben, die man über "Post/Mitgliederverzeichnis" leicht herausfindet. Bleibt nur das umgekehrte Problem: Wie sendet man eine Nachricht aus dem Internet an ein CompuServe-Mitglied, von dem man nur die Benutzernummer kennt? Nichts leichter als das: Aus der Benutzernummer, etwa "123456,7890", macht man die Internet-Adresse "123456.7890@compuserve.com" - der Empfang ist dann garantiert.

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