Zeitung Heute : Online-Fusionen: Spiegel-Net gibt Portal-Pläne auf

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Während T-Online mit ZDF und "Bild.de" gerade die Gründung zweier neuer Portale bekannt gegeben hat, verabschiedet sich die Hamburger Spiegel-Net AG aus diesem Geschäftsfeld. Im Rahmen der Neuausrichtung des Unternehmens werden die Aktivitäten des Tochterunternehmens portal 100 eingestellt, erklärte Spiegel-Net-Vorstandschef Werner E. Klatten am Donnerstag. Ziel des Unternehmens war, zusammen mit Content-Partnern Portale für Dritte zu entwickeln und zu betreiben. "Trotz intensiver Verhandlungen mit potenziellen Plattform- und Contentpartnern ist es uns nicht gelungen, wirtschaftlich tragbare Verträge abzuschließen", so Klatten.

Zum einen führten die Verhandlungen mit anderen Verlagen nicht zum gewünschten Ergebnis. Auch die Kundenakquise verlief erfolglos. Dies galt auch für die Gespräche mit der Telekom-Firma Tiscali. Durch die Neuausrichtung sinkt die Mitarbeiterzahl von Spiegel-Net um zehn auf 115. Im Vorstand wird künftig allein Klatten sitzen. Hans-Dieter Degler, ehemals Chefredakteur von "Spiegel online", soll ein neuer Aufgabenbereich in der Spiegel-Gruppe angeboten werden. Technischer Partner bei den Portalplänen war die Berliner Multimedia-Agentur Pixelpark.

Durch die Neuausrichtung will sich Spiegel-Net auf die Kernkompetenzen konzentrieren. Hierzu zählt der weitere Auf- und Ausbau der Marken "Spiegel online" und "manager magazin online" sowie die Vermarktung der Quality-Channel. Daneben soll die Rechteverwertung journalistischer Inhalte intensiviert werden.

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