Zeitung Heute : Opel: Transporter mit Blitz

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Nach mehr als einem Vierteljahrhundert Pause kehrte Opel 1998 wieder mit eigenen Modellen auf den Transportermarkt zurück. Und nach Movano und Arena steht jetzt als neuestes Modell der attraktiv gestaltete frontgetriebene Transporter Vivaro mit den großen Scheinwerfern und den weit heruntergezogenen Seitenscheiben und Nutzlasten von bis zu 1,2 Tonnen kurz vor dem Start. Seinen ersten Auftritt hatte er bereits im vergangenen Herbst auf der Nutzfahrzeug-IAA. Und soeben erst war er auf dem Nutzfahrzeug-Salon in Brüssel zu sehen. Präsentiert wurde dort auch die neue Generation des Renault Trafic. Stellt man beide Fahrzeuge nebeneinander, dann erkennt man auf den ersten Blick, dass es sich um Schwestermodelle handelt, die gemeinsam entwickelt wurden.

Der frontgetriebene Vivaro kann bereits bestellt werden. Er kommt im Sommer als Transporter 1.9 DI mit 59 kW (80 PS) für Preise von 32 900 DM an und als Combi 1.9 DI für Preise von 36 600 DM an auf den deutschen Markt. Die stärkeren Versionen 1.9 DTI mit 74 kW (100 PS) kosten 35 100 und 38 500 DM. Der Vivaro wird ebenso wie sein französisches Schwestermodell Trafic bei IBC Vehicles - einer Tochtergesellschaft von General Motors (GM) - im britischen Luton gebaut. Das Werk dort wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Euro soeben erst modernisiert.

Der Vivaro, der in der Klasse bis zu 2,8 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht antritt, zeichnet sich durch modernes Styling, eine ergonomisch überzeugende Fahrerkabine und ein komfortables Fahrwerk aus. So erreicht der Vivaro im Innenraum ebenso wie bei seinen Fahreigenschaften Personenwagen-Niveau. Ein weiteres wichtiges Merkmal sind seine niedrigen Unterhaltskosten. So ist nur alle zwei Jahre oder in Abständen von 30 000 Kilometer ein Service in der Werkstatt erforderlich. Der mit zwei Radständen von 3,10 und 3,50 Meter angebotene Vivaro wird mit einem Ladevolumen von fast sechs Kubikmetern zunächst als Kastenwagen und als rundum verglaster Combi angeboten.

Angetrieben wird der Vivaro von zwei sparsamen und kräftigen direkt einspritzenden 1,9-Liter-Turbodieseln mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung, die 59 und 74 kW (80 und 100 PS leisten. Außerdem steht ein 88 kW (120 PS) leistender 2,0-Liter-Benziner mit Vierventiltechnik zur Wahl. Ergänzt wird das Motorenangebot später durch einen 98 kW (133 PS) leistenden 2,5-Liter-Vierventil-Turbodiesel mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung. Ausgenommen den schwächeren Turbodiesel, der ein Fünfganggetriebe hat, haben alle Motorisierungen des Vivaro ein Sechsgang-Schaltgetriebe.

Mit dem neuen Vivaro erreicht Opel bereits die zweite Etappe der 1997 beschlossenen Zusammenarbeit zwischen General Motors und Renault bei der Entwicklung neuer Transporter. Denn das erste Etappenziel waren die im Jahr 1998 eingeführten Opel-Transporter Arena und Movano. Mit dem Movano erschien vor zwei Jahren ein Transporter in der Klasse von 2,8 bis 3,5 Tonnen, der an die alte Tradition des Opel Blitz anknüpfte. Er erlaubt die Wahl unter mehr als 40 Versionen, wobei neben Kastenwagen und Combi mit maximal neun Sitzplätzen bis zu drei verschiedene Radstände von 3,08 Meter, 3,58 Meter und 4,08 Meter und drei Dachhöhen bis zu 2,15 Meter verfügbar sind. Schaut man dem Movano etwas genauer unters Blech, dann erkennt man allerdings schnell, dass sich hinter dem Namen Movano die aktuelle Generation des großen Renault-Transporters Master verbirgt. Und mit dem neuen Vivaro tritt nun der Nachfolger für den Arena an.

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