Zeitung Heute : Optisch und technisch gut in Form

Er ist, wie schon Ka, Cougar und Puma ein Auto mit sehr eigenwilligem, ja durchaus mutigem Design - der Escort-Nachfolger Focus, der unterm Funkturm seine Deutschlandpremiere feiert.Gewiß wird jene Mischung aus langgezogenen Kurven, scharfen Kanten und großen Flächen, die Ford als New-Edge-Design bezeichnet, werden die hochgesetzten Rückleuchten, die bis zu den Radhäusern reichenden vorderen Leuchteneinheiten und die Rundungen der Radhäuser selbst manchen provozieren.Doch dieses Auto hat, vergleichbar dem Audi TT, Charakter, hebt sich bewußt vom Design-Einerlei des letzten Jahrzehnts ab.Dabei hat Ford offensichtlich seine Linie für die nächste Zukunft gefunden.Und die prägt beim Focus nicht nur das Äußere, sondern setzt sich kompromißlos im Interieur fort.

Neu ist aber nicht nur die Form des Focus, denn ebenso neu und überraschend erfreulich ist die hohe Material- und Verarbeitungsqualität, die Solidität, die überall erkennbar wird - ein Klassensprung nach oben, wie ihn zuvor so konsequent in den letzten Jahren zum Beispiel Volkswagen vollzogen hat.Nun setzt auch Ford ebenso konsequent auf Qualität und man nimmt dies dem Focus auch gerne ab.

Die größte Überraschung allerdings bereitet dieser neue Ford, wenn man auf Tour geht.Schon die ersten engen Kurven auf schmalen Landstraßen lassen erkennen, daß zwischen dem Vorgänger Escort und dem Focus Welten liegen.Wie Opel bei der neuen Generation des Astra, setzt auch Ford beim Focus konsequent auf modernste Fahrwerkstechnik.Es ist ein beachtlicher Aufwand, den man beim Focus-Fahrwerk getrieben hat.Das beginnt mit der sehr präzisen und vergleichsweise direkten Lenkung, setzt sich fort mit der für präzise Radführung und sanfte Dämpfung von Fahrbahnstößen sorgenden Federbein-Vorderachse und findet seine Vollendung in der sogenannten Schwertlenker-Hinterachse.Hier entschied sich Ford erstmals für eine moderne Einzelradaufhängung.Das Ergebnis kann sich sehen und erfahren lassen, denn der Focus setzt beim Fahrkomfort ebenso wie der Fahrsicherheit neue Maßstäbe.

Ebenso zuverlässig, wie man den Focus bewegen kann, bringt man ihn bei Bedarf auch zum Stand.Das bewirken Scheibenbremsen rundum in Verbindung mit einem Vierkanal-ABS und einer elektronischen Bremskraftverteilung.Ergänzt werden diese Assistenzsysteme durch eine Antriebsschlupf-Regelung (ASR), die bis Tempo 50 mit Bremseneingriff und bei höheren Geschwindigkeiten zusätzich mit Motoreingriff agiert, sowie die vom Beginn des nächsten Jahres an verfügbare Fahrdynamikregelung Electronic Stability Program (ESP).

Für den 4,18 Meter langen Focus spricht schließlich auch das erfreulich gute Platzangebot zwischen den 2,62 Meter voneinander entfernten Achsen einschließlich des 350 Liter fassenden variablen Kofferraums sowie die sehr verwindungssteife vollverzinkte Karosserie - ein neuer Ford, bei dem Form und Technik Klasse sind. ivd

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