Zeitung Heute : Ost-Beauftragte will Westen helfen

Berlin - Die neue Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, sieht sich in ihrem Amt auch als Interessenvertreterin strukturschwacher Regionen in Westdeutschland. „Wenn wir uns ausschließlich auf die Ostförderung fokussieren, wird sie uns um die Ohren fliegen“, sagte die thüringische SPD-Politikerin dem Tagesspiegel. „Ich möchte ein Bündnis mit den strukturschwachen Regionen im Westen. Entweder sind wir gemeinsam bei den Verteilungskämpfen stark oder wir gehen getrennt unter.“ Gleicke, die das Amt zu Jahresanfang vom CDU-Politiker Christoph Bergner übernommen hatte, sagte, sie wolle die Unterschiede zwischen Ost und West klarer benennen als ihr Vorgänger. „Die Wirtschaftskraft in den neuen Ländern ist etwa 30 Prozent niedriger als im West-Durchschnitt. Bei den Einkommen hängt der Osten je nach Branche sogar bis zu 45 Prozent hinterher.“ m.m.

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