Zeitung Heute : Ostermärsche gegen Militäreinsätze

Der Tagesspiegel

Mehr als 60 Berliner Friedensinitiativen und Gruppen haben zu den diesjährigen Ostermärschen unter dem Motto „Wir sagen Nein zu militärischen Einsätzen weltweit“ aufgerufen. Bei den am Ostermontag in der Hauptstadt geplanten Aktionen wollen die Teilnehmer laut Aufruf gegen wachsende Militärhaushalte und zugleich drastische Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich und für das gleichberechtigte und friedliche Zusammenleben der Menschen auf die Straße gehen.

„Wir sind nicht bereit, in einer Welt im permanenten Kriegszustand zu leben“, heißt es in dem Appell. Der Bundesregierung werfen die Initiatoren der Märsche vor, sich in Afghanistan an einem „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg um die Neuordnung der Welt“ zu beteiligen. „Unter dem Vorwand des ,Kampfes gegen den Terrorismus’ werden immer neue Rüstungsprojekte vereinbart, deren Finanzierung auf dem Rücken der Erwerbslosen und Verarmten in den Industriestaaten erfolgt“, heißt es in dem Aufruf weiter.

Am Ostermontag sind ab 13.00 Uhr mehrere Veranstaltungen geplant, darunter eine Mahnwache auf dem Boulevard Unter den Linden, ein Motorradkorso sowie eine Demonstration vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Dort werden bei der Abschlusskundgebung auf dem Pariser Platz um 15.00 Uhr zahlreiche Künstler erwartet.

Ostermärsche gibt es jedes Jahr im gesamten Bundesgebiet, sie sind ein Aushängeschild der Friedensbewegung. Im vergangenen Jahr setzten sich Friedensbewegte an 45 Orten in ganz Deutschland am Karfreitag unter dem Motto „Kriege verhindern – Einsatzkräfte auflösen“ gegen die Neuausrichtung der Bundeswehr in Bewegung. dpa

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