Zeitung Heute : Parodontose

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Bei den über 40Jährigen gehen mehr Zähne durch Schäden am Zahnstützgewebe als durch Karies verloren. Das Spektrum der so genannten Parodontalerkrankungen reicht von der leichten Zahnfleischentzündung, in Fachkreisen als Gingivitis bezeichnet, bis zur schweren Zahnbettentzündung, der Parodontitis, die oft fälschlicherweise als Parodontose bezeichnet wird. Die eigentliche Parodontose bezeichnet altersbedingte Abbauprozesse am Zahnhalteapparat und ist in der Regel ungefährlich. An schweren Infektionen des Zahnfleischs leidet in Deutschland nach Angaben der Zahnärztekammer Nordrhein beinahe jeder fünfte Erwachsene. Absolut gesundes Zahnfleisch haben nur fünf Prozent.

Zahnfleischerkrankungen sind vor allem eine Folge mangelnder Mundhygiene. Zahnbelege, die sich durch nicht entfernte Speisereste in Verbindung mit Speichel und Bakterien bilden, setzen sich am Saum des Zahnfleisches fest und beginnen sich darunter zu schieben. Zahn und Zahnfleisch lösen sich voneinander ab.

In den dadurch entstehenden Zahnfleischtaschen sammeln sich Bakterien. Haben sich solche Taschen erst einmal gebildet, ist die Reinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta allein nicht mehr möglich.

Durch die fortschreitende Rückbildung von Zahnfleisch und schließlich gar des Kiefernknochens verlieren die Zähne ihren Halt. tv

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