Zeitung Heute : Pater Mertes ist beeindruckt von der Missbrauchsdebatte

Berlin - Der Direktor des Berliner Canisius-Kollegs, Pater Klaus Mertes, dessen Brief an ehemalige Schüler der Auslöser für viele Missbrauchsopfer war, sich öffentlich zu äußern, ist beeindruckt von der anhaltenden Intensität der Debatte. In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel schreibt er, er könne zwar noch nicht ermessen, wie groß die Lawine sei, die über die Kirche hinwegfegt: „Doch beeindruckt mich in diesen österlichen Tagen und Wochen die Kraft, die das Wort der Opfer hat. Es hat eine Lawine zum Rollen gebracht und hält sie am Rollen. Alle Versuche der Angesprochenen, sich der Wucht der Lawine zu entziehen, erweisen sich als ohnmächtig. Im Gegenteil: Sie verstärken die Lawine.“

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sicherte am Samstag die Aufklärung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche zu, warnte aber vor einem „Generalverdacht“ gegen Priester. In einem Osterbrief äußerte sich der Freiburger Erzbischof „bestürzt“ über die „schrecklichen Taten“, die „gewaltig an unserer Glaubwürdigkeit als Kirche zehren“. Tsp

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