Zeitung Heute : PC-Monitore: Gebrauchsanweisung: In die Ferne schweifen

Der Abstand vom Auge bis zum Monitor sollte mindestens 50 Zentimeter, besser 60 und mehr betragen. Der Raum sollte gleichmäßig ausgeleuchtet sein, im Blickfeld müssen aber große Kontraste vermieden werden, etwa zu einer hellen Fensterfläche im Hintergrund, große Helligkeitsunterschiede fordern das Auge zusätzlich. Deckenleuchten sollten blendfrei und indirekt strahlen. Zuviel einfallendes Licht sorgt für zusätzliche Reflexionen auf dem Bildschirm und ermüdet die Augen. Zudem entspannen kleine Pausen mit Bewegung nicht nur Muskulatur und Bandscheibe. Auch das Auge regeneriert sich, wenn man es nach zwei Stunden Bildschirmarbeit mal für zehn Minuten in die Ferne schweifen lässt.

Kurzsichtige können ihre Brille ohne Auswirkung vor dem Monitor tragen; nicht optimal, da eventuell ermüdend hingegen ist die Lesebrille am PC. Wer ohne Lesebrille den Bildschirmtext schlechter erkennt, sollte dies ohne Brille mit einem größeren Monitorabstand versuchen. Notfalls kann ein Augenarzt die Brennweite einer Brille speziell für die Monitorarbeit anpassen.

Besonders wichtig ist die Bewegungsabwechslung für die Kleinsten, obwohl hier ebenfalls kein konkreter Nachweis für eine Sehminderung erwiesen ist. Trotzdem gilt: "Immer wieder zur Augenentlastung Pausen zwischendurch, vor allem nach längerem Starren auf den Monitor sich nicht sofort vor den Fernseher setzen und weitergucken", rät Arbeitsmediziner Armin Windel den Eltern.

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