Zeitung Heute : PC-Monitore: Kaufberatung: Nicht nur auf nackte Daten achten

Röhrenmonitor: Für den Vergleich mit Flachbildschirmen sollte man sich nicht durch Zoll-Angaben durcheinander bringen lassen. Ein 17 Zoll großer Röhrenmonitor entspricht der Bildfläche eines 15 Zoll TFT-Displays. Bei Röhren sollte mindestens eine 17 Zoll große Bildfläche ausgewählt werden, für Office-Anwendungen ist dies aber völlig ausreichend. 19 Zoll und mehr empfehlen sich für Benutzer, die viel mit Grafiken arbeiten oder das allerneueste Computer-Spiel gar nicht groß und detailliert genug spielen können.

Um ein wenig Fachchinesisch kommt man beim Kauf allerdings nicht herum: Die Horizontalfrequenz gibt an, wie viele Bildzeilen der Monitor pro Sekunde aufbauen kann. Bei 17 Zoll sollte der Monitor eine Horizontalfrequenz von mindestens 69 KHz bieten, bei einer höheren als der empfohlenen 1024 mal 768 Auflösung besser 82 KHz. Ein weiteres Entscheidungskriterium sind Prüfsiegel. Sie geben Auskunft, ob Monitore fest definierte Grenzwerte bezüglich Ergonomie und Strahlung einhalten: Die Norm TCO 99 sollte der Bildschirm schon haben, das Ergonomie-Siegel vom TÜV Rheinland ist seltener, aber ebenfalls empfehlenswert.

Manche Bildschirme haben bereits Lautsprecher integriert; für Spiele, Filme im Surround-Sound oder lautes Musikhören sind sie allerdings kaum geeignet. Gute Monitore sind heute schon ab circa 350 Euro zu haben. Leider selten möglich, aber trotzdem sinnvoll ist es, sich den gewählten Monitor vor dem Kauf an einem angeschlossenen PC anzugucken.

TFT-Display: Gute TFT-Bildschirme der 15-Zoll-Größe gibt es mittlerweile bereits ab knapp unter 500 Euro (Ein Tipp für unsichere Käufer: Stiftung Warentest hat in der Januar-Ausgabe verschiedene TFTs getestet, Informationen im Internet unter www.warentest.de).

Vor der Auswahl empfiehlt sich ein Blick auf die nackten Daten: Bei einem TFT-Display ist beispielsweise die Leuchtdichte von Interesse. Sie wird in der Einheit Candela (lat. Kerze) pro Quadratmeter (cd/m2) gemessen und sollte mindestens den Wert 200 betragen. Ein weiteres Merkmal ist der Kontrast, der das Verhältnis von weißem zu schwarzem Bildschirm beschreibt; er sollte nicht unter 200 : 1 liegen.

Auch für TFT-Bildschirme existieren Prüfabläufe. Die aktuelle Norm ISO 13406 ist anders als die alte Norm ISO 9241 speziell auf Flachbildschirme ausgelegt. Letztendlich gilt - wie beim Röhrenkauf - die subjektive Probeansicht, auch um defekte, nicht reparierbare Pixel (Bildpunkte) auszuschließen: Gefällt Ihnen das Bild des favorisierten Monitors, oder sieht die ursprünglich nach Papierwerten zweite Wahl in der Praxis doch besser aus?

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