Zeitung Heute : Per Lichtschwert in die Profiliga

SABINE STOESSEL

In Playtime testen Tagesspiegel-Leser ComputerspieleSABINE STOESSEL"Dieses Spiel macht süchtig", schreibt Mathis Dreier über sein Lieblings-Computerspiel "Age of Empires", für ihn "ganz klar das beste Strategiespiel." Er gehört zu den Lesern, die dem Aufruf von Tagesspiegel Online und Interaktiv-Redaktion im November gefolgt waren und eine Spielekritik zu einem Computerspiel ihrer Wahl geschrieben hatten.Aus den eingegangenen Kritiken sollte eine Hitliste als Überblick über den aktuellen Spielemarkt erstellt werden.Die Teilnehmer empfahlen jedoch überraschenderweise vorwiegend Spiele älteren Datums.Die Kritiken-Sammlung läuft unter dem Namen Playtime und kann sich sehen lassen.Da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, decken die Einsendungen die ganze Palette der Computerspiele ab: schnelle Ballerspiele, komplexe Simulationsspiele, Echtzeit-Sportkämpfe und Kinder-Lernspaß.Eine Gemeinsamkeit verbindet die unterschiedlichen Kritiken: Der Spaß am Spielen. "Man ist hier 130 Prozent mittendrin", schreibt Christian Sulser über das Computerspiel "NHL 98", bei dem man in der amerikanischen Eishockey-Profiliga spielt.Sulser imponiert vor allem die gute Grafik des Spiels, bei der man die verschiedenen Spieler an ihren Gesichtszügen erkennen kann.Die realitätsnahe Aufmachung der Szenerie und des Spielablaufs bringen "eine tolle Atmosphäre nach Hause". Ein Spiel macht Spaß, wenn es den Spieler in seinen Bann zieht."Sim City oder Berlin live?", betitelt Andreas Beckmann-Fellgiebel seine Kritik über das Wirtschaftssimulationsspiel "Sim City", das "der Berliner Wirklichkeit erstaunlich ähnlich" sieht.Der Reiz liegt hier in der komplexen Handlung."Die Steuern werden erhöht, die Industrie baut Arbeitsplätze ab und schon nach zwei Jahren verringern sich die Steuereinnahmen dramatisch", schreibt Beckmann-Fellgiebel.Auch für Sebastian Nowozin ist es Taktik, die ihn an seinem Lieblingsspiel, "Worms 2", fesselt."Jeder Spieler darf abwechselnd mit einem seiner Würmer angreifen oder ihn bewegen.Lustig, daß unüberlegte Züge oft nach hinten losgehen." Für Holger Weßels bedeutet Spaß vor allem "kristallklarer Sound, Spitzengrafik, knifflige Level und Mehrspielermodi".In "Dark Forces II" faszinieren ihn aber auch die Schwierigkeiten, die den Helden erwarten: "Die Spieler müssen riesige Räume durchwandern, schmale Grate über endlos tiefen Abgründen überwinden, sich mit List und Tücke den Weg freikämpfen und natürlich auch den Umgang mit dem Lichtschwert lernen." Nils Korn schwärmt von "Ballerburg", dem "Kultspiel für den Atari schlechthin".Hier muß die gegnerische Burg zerstört und der darin befindliche König "eliminiert" werden."Aber", so der Verfasser, "was wie ein wildes Gemetzel klingt, ist nichts weiter als der schlecht animierte, aber dennoch gelungene Versuch, auch den Atari in das Tagesgespräch eingefleischter Zocker zu bringen." Und er schließt mit den Worten aller wahren Spielefans: "Und ­ oder gerade deswegen ­ jetzt erst recht!" Es besteht weiterhin die Möglichkeit, Spielekritiken per mail per mail an

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