Zeitung Heute : Perspektiven, Planen und Prothesen

E.K.

Europäische Designer suchten in Potsdam die Zukunft fürs DesignE.K.Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.Sie steht für das Jetzt und Heute.Ewig sind nur Götter.Für seinen Zyklus "Zum Pergamonaltar" bindet Lionel Guibout deren zeitlose Existenz an die Kurzlebigkeit der Tageszeitung.1997 arbeitete der Pariser Maler in einem Gastatelier der Karl-Hofer-Stiftung.Vier Monate lang besuchte er Tag für Tag den Pergamonaltar.Baugerüste: Rostende Verklammerungen drohten die kostbaren Reliefplatten zu sprengen."Jetzt begreife ich, daß die Geburt der Tragödie in Berlin der Wundbrand dieser riesigen Baustelle ist, welche die ganze Stadt verschlingt", notierte der Künstler ins Tagebuch.Auf Seiten des "Tagesspiegel" malte er fragmentarische Bilder vom Kampf des alten Gigantengeschlechts gegen die neuen Götter des Olymp."Hauch von Zeit" zeigt graffiti-artig besprühte Titelseiten."Aufgehaltene Zeit", "Versteinerte Zeit" sind malerisch in Schwarz-Weiß oder den Rot-Braun-Tönen griechischer Vasenmalerei sowie der farbkräftigen Polychromie antiker Architekturplastik ausgeführte Serien.Die Götter mischen sich ins aktuelle Tagesgeschehen.Am Ende werden farbgetränkte, erstarrte "Tagesspiegel"-Seiten zum "versteinerten" Fries.Guibout vergegenwärtigt den Widerstreit der alten mit der neuen Zeit: bis 15.Februar in der Künstlerwerkstatt Bahnhof Westend (Spandauer Damm 89).

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