Peter Liechti dreht Familienfilm : Die Liebe meiner Eltern

Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern.

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Seine Eltern hätten ihn gewarnt, gestand Peter Liechti. Wenn er einen Film über sie drehe, wolle den bestimmt keiner sehen. Die Eltern irrten, zum Glück. Die Leserjury des Tagesspiegels zeichnete „Vaters Garten“ als besten Forums-Film der Berlinale 2013 aus. 62 Jahre sind Liechtis Eltern glücklich verheiratet, der Schweizer Filmemacher wollte herausfinden, wie das geht. Was sie verbindet, was sie trennt: den ordnungsliebenden Vater, der penibel den Garten pflegt, und die gläubige Mutter, die sich ihrem Mann meistens unterordnet. Der Sohn, heute selbst über 60, war ein Rebell. Um so erstaunlicher die Zärtlichkeit und Geduld des Doppelporträts, gepaart mit freimütiger Befremdung über die Elterngeneration: Konflikte und Spannungen stellt Liechti mit Hasenpuppen nach. So eröffnet er einen imaginären Raum für das, was sich dem Verständnis entzieht, bei noch so viel familiärer Nähe. Liebevoll. Christiane Peitz

CH 2013, 93 Min., R: Peter Liechti

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