POETRY PERFORMANCE „The Ear is a long Road“ : Zeilensprünge

Noemi Hahnemann
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gezett.de, foto@gezett.de

Der eine ist gerade Stipendiat im Heinrich Böll Haus Langenbroich, der andere lebt seit über einem Jahrzehnt in Berlin – doch beide sind Lyriker und kommen aus Afrika. Babangoni wawa Chisale (Foto), 1981 in Malawi geboren, tritt gerne in der traditionellen Tracht seines Landes auf und verbindet ein moralisches Anliegen mit seinen Performances, wie man sie etwa auf dem Album „Dale Zili Maliseche“ (Demokratie ist nackt in Afrika) nachhören können.

Emmanuel Eni kam 1967 in Nigeria zur Welt kam und lebt seit 1992 in Deuschland und den USA. Er ist nicht nur Dichter, sondern auch bildender Künstler, und tritt bei seinem Programm „Blind, as only love can see“ mit dem E-Gitarristen Varik Grant auf. Von seinen vielfältigen Aktivitäten, die neben drei Gedichtbänden, mehreren CDs und einer DVD auch das Drama „Death of the Curator“ und die Mitwirkung bei der documenta 12 umfassen, kann man sich auch auf seiner Website www.emmanuel-eni.de überzeugen. Dort findet sich auch „The ear is a long road“, das Gedicht, das dem Abend seinen Titel gegeben hat: „Das Ohr ist eine lange Straße // ein Wort, ein Rad. // Ein Zeilensprung / bringt Wort im Handumdrehen zu Wörtern. // Junge schauen den alten zu / die alten schauen die jungen an / und erkennen die Epoche innerhalb / der Zeit. // Die Epoche wird den Menschen erkennen / und der Mensch mit der Zeit / sich selbst. //Das Ohr ist eine Straße / und ein Wort, ein Rad.“ Beide Künstler werden nach ihrer Performance mit Sophie Wagenhofer, einer jungen Wissenschaftlerin am Berliner Zentrum Moderner Orient, über ihre Arbeit sprechen. Noemi Hahnemann

Literaturwerkstatt Berlin, Do 14.1., 20 Uhr, 5 €, erm. 3 €

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