Zeitung Heute : Polizei legt Computer-Hackern das Handwerk

Spezialisten der Polizei in Wiesbaden und Köln haben Computer-Hackern das Handwerk gelegt.In einem Fall war sogar das Bundesamt für Verfassungsschutz betroffen, bei dem vor zwei Monaten eine Internetseite zerstört wurde.Die Kölner Polizei identifizierte einen 18jährigen Gymnasiasten unter dem Namen "Net Guru" als "Eindringling".Nach Mitteilung der Behörden vom Freitag soll der Schüler zudem fremde Kreditkartendaten für Warenbestellungen im Internet mißbraucht haben.An die Kartennummern soll er über das Internet-Shopping der Kartenbesitzer gekommen sein.Die gebührenfreie 0130-Nummer einer Versicherung habe er illegal für den Zugang zu einem Schweizer Server genutzt und damit Telefonkosten von über 47 000 Mark verursacht.Auch andere Hacker hätten diese Nummer mißbraucht, wobei nach Polizeiangaben insgesamt ein Schaden von drei Millionen Mark entstanden ist.

In Hessen wurde eine Gruppe von Hackern aufgespürt, die Internet-Seiten von Firmen und Parteien manipulierten.Bei Durchsuchungen in Frankfurt, Heusenstamm, Dietzenbach und Isernhagen wurden fünf Schüler und Studenten festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft Wiesbaden am Freitag mit.Danach hatte ein Wiesbadener Verlag, der für andere Institutionen Internet-Seiten betreut, im Sommer einen Hacker-Angriff angezeigt.Auch die Bundes-FDP beklagte sich über Manipulationen.Zu den Eingriffen bekannte sich später eine "Asoziale Randgruppe Frankfurt".Die Täter hätten offenbar keinen persönlichen Vorteil angestrebt.Auf Computer-Sabotage stehe eine Strafe von bis zu fünf Jahren.

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