Zeitung Heute : Protest bei der FIFA

JAUNDE (sid).In Kamerun kocht nach dem umstrittenen Vorrunden-Aus der Afrikaner bei der Fußball-WM in Frankreich weiterhin die Volksseele.Verärgerte Fans beschädigten in der Hauptstadt Jaunde aus Frust über das Aus der "Unbezähmbaren Löwen" erneut Autos und Geschäfte hellhäutiger Ausländer.Die Polizei schritt mit Panzerwagen, Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen die aufgebrachte Menge ein, Verletzte wurden nicht gemeldet.Kamerun war am Dienstag durch ein 1:1-Unentschieden gegen Chile im letzten WM-Gruppenspiel ausgeschieden.Der ungarische Schiedsrichter Laszlo Vagner hatte den Afrikanern dabei allerdings einen einwandfreien Treffer aberkannt und somit den für Kameruns Achtelfinal-Einzug notwendigen 2:1-Sieg verhindert.

Kameruns Regierung hat aus Protest gegen die schwache Schiedsrichter-Leistung an den Weltfußballverband (FIFA) geschrieben."Was wir gesehen haben, ist keine Weltmeisterschaft, sondern ein Festival der Skandale.Kamerun ist nicht auf dem Platz ausgeschieden", erklärte Sportminister Joseph Owana.

Zuvor schon hatte Kameruns Fußball-Verband (Fecafoot) bei der FIFA und der Kontinental-Föderation CAF protestiert.Vizepräsident Mohammed Iya fordert in den Briefen Konsequenzen für Schiedsrichter Vagner sowie eine finanzielle Entschädigung für Kameruns Verband.

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