Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Für 14 Tage nach Kuba

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel

In dieser Woche besteht bei unserem Reiserätsel noch einmal die Chance, einen Platz bei der dritten Hörerreise von Radio Multikulti nach Kuba zu gewinnen. Die Gruppenreise vom 10. bis 23. Mai stellt die Musik des wohl wichtigsten Musikfestivals der Insel, "CubaDisco", mit zahlreichen Konzerten in den Vordergrund. Partnerland wird in diesem Jahr Brasilien sein, das einige seiner besten Künstler nach Havanna schickt. Inbegriffen sind neben den Charterflügen mit LTU nach Varadero auch die individuelle Anreise mit der Deutschen Bahn und/oder der BVG nach Berlin-Schönefeld. Im Grundpreis von 2444 Mark (pro Person im Doppelzimmer) sind darüber hinaus alle Transfers, die Unterkunft im All-inclusive-Hotel Palma Real am Strand von Varadero, die erforderliche "Touristenkarte" (Visum), ein Drei-Sterne-Stadthotel in Havanna (mit Frühstück) sowie eine Insel-Rundreise enthalten. Neben der FTI-Reiseleitung (im Internet unter www.fti.de ) wird die Gruppe vom "Meridian 13"-Moderator Wolfgang König begleitet, einem ausgewiesenen Szene-Kenner von Kuba. Noch bis Ostern ist diese Sonderreise bei Over the Rainbow in der Charlottenburger Knesebeckstraße 89 (Telefonnummer: 030 / 318 05 80; im Internet unter der Adresse www.overtherainbow.de) zu buchen.

In den vergangenen Tagen hat sich Radio Multikulti (auf UKW bei 106,8 MHz, im Internet auf den Service-Seiten von www.multikulti.de unter "Reisefieber") noch einmal ausführlich mit Kuba beschäftigt. Täglich gegen 9 Uhr 45 können schnelle Anrufer in der "Meridian 13"-Sendung einen Reiseführer nach Wahl gewinnen, wenn sie die jeweilige Tagesfrage richtig beantworten. Im "Reisefieber kompakt" (am Sonntag von 13 bis 15 Uhr) gibt es Musik aus Kuba, die Tagesrätsel, den "Joker" der Woche sowie Gespräche mit den Kuba-Experten von Radio Multikulti und FTI zu hören; an der Auslosung der Reise nehmen alle Einsendungen mit fünf richtigen Antworten einer Woche teil:

1. Unterirdisches

Von Varadero aus sollte man die berühmten Bellamar-Höhlen besuchen; das Höhlensystem wurde vor 140 Jahren eher zufällig von einem Finca-Arbeiter entdeckt. Vom Haupthaus aus geht es einen gekachelten Treppengang hinab in stickige 28 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von konstanten 90 Prozent; der "Salon gótico" beeindruckt mit seiner Länge von 80 Metern; mit ein wenig Fantasie kann man den "Mantel des Kolumbus", die "Quelle der Jugend" oder das "Bad der Amerikanerin" sehen. Erst 100 Jahre später wurden Wissenschaftler auf der vorderen Landspitze der Hicacos-Halbinsel fündig: Rund 50 Felszeichnungen der Ureinwohner sind in einer anderen Höhle Zeugen der Präsenz indigener Gruppen in präkolumbischer Zeit. Wie heißt die Höhle? Ob ihr Name von Korbblütler-Pflanzen, die eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen können oder von einem Heiligen mit Namenstag am 7. Dezember abgeleitet wurde, ist umstritten.

2. Kulinarisches

Die kreolische Küche ("Cocina criolla") wartet mit diversen Gerichten auf, die ihre Ursprünge in den verschiedensten Regionen der Welt haben. Beim "Arroz Congris" wird vermutet, dass der "Reis nach Kongo-Art" ("Riz à la Conjo"), den die Kaffeepflanzer aus Haiti mitbrachten, zu einem Wort zusammengezogen wurde. Die "Tamales" sind mit Fleisch und viel Gewürz gefüllte Maismehltaschen, "Fufú" wird ein besonders in Santiago de Cuba populärer afrikanischer Kochbananenbrei genannt, der mit gerösteter Schweineschwarte vermischt ist, und unter einem "Picadillo" wird ein kräftig gewürztes Rindergulasch mit "Platano verde" (Kochbananen, Zwiebeln und Wurzelgemüse) verstanden. Wie nennt man auf der Insel das "typisch kubanische" Arme-Leute-Gericht aus schwarzen Bohnen und Reis? Das Aussehen gab ihm den Namen; heute wird es als Beilage gereicht.

3. Falsches

Welches der drei folgenden Zitate stammt nicht aus dem "Aragon"-Kuba-Reiseführer von Andreas Drouve und behandelt im Original auch weder den Schriftsteller Ernest Hemingway noch sein Leben auf Kuba?

a) "Das Personal bestand aus Hausboy, Koch, Hausmädchen, Chauffeur, Gärtnern und dem Wärter für die gezüchteten Kampfhähne ... Jagdtrophäen, Stierkampfplakate, Bücher, seine Militärstiefel und seine Brille, Zeitungen und ungeöffnete Briefe. Alles wirkt wie ein Standbild, so, als müsste der Hausherr gleich zurückkommen." (über Hemingways Finca in San Francisco de Paula südlich von Havanna)

b) "Leute wie ich, denen die ganze Welt offen steht, ja, da will man natürlich wissen, warum gerade hier. Die kalten, klaren Morgenstunden, da arbeitet es sich gut. Will man in die Stadt, zieht man Sandalen an. Eine großartige Stadt für den, der sich ablenken will. Will man sich nicht ablenken, braucht man nur nicht in die Stadt zu gehen; man schaltet das Telefon ab und hat seine Ruhe." (Ernest Miller Hemingway auf die Frage seines Biographen Hotchner, was ihn immer wieder nach Kuba getrieben hat)

c) "Das ist sehr fruchtbares, gutes Land. In der Nähe des Hauses halten wir noch neunzig Kühe, dreißig Kälber und noch einmal so viele Ziegen und Schafe. Aber sie sind nicht zum Essen gedacht - oder nur bei ganz besonderen Gelegenheiten. Die Tiere stehen einzig als Kapitalanlage herum. Bei der Inflation ist das viel besser als ein Sparbuch auf der Bank." (Hemingways Frau Tamara Bunke in den 70er Jahren über die Finanzierung der Finca, die ihr Mann zu Lebzeiten als landwirtschaftlichen Vorzeigebetrieb geführt hat)

4. Kriegerisches

In der Mitte des 19. Jahrhunderts herrschten auf Kuba vor allem Korruption und Unterdrückung durch das Militär. Die Bevölkerung rief immer lauter nach Reformen; immer mehr Menschen wollten für die Unabhängigkeit ihres Landes kämpfen. Ausgerechnet ein Plantagenbesitzer forderte in dieser Situation die Abschaffung der Sklaverei und allgemeines Wahlrecht - er wurde zu einer tragenden Figur im Ersten Unabhängigkeitskrieg. Wie hieß der Mann, der im Oktober 1868 zum bewaffneten Widerstand aufrief? Seine Freiheitskämpfer, die die abscheulichen Gräuel der spanischen Verbände mit nicht weniger grausamen "Aktionen" beantworteten, wurden von den USA mit finanziellen wie auch militärischen Mitteln unterstützt. Dennoch dauerte es fast 10 Jahre, bis es im Januar 1878 endlich zum Waffenstillstand kam. Da sich Spanien allerdings nicht an den "Vertrag von El Zanjón" hielt, brach 1895 der nächste Krieg aus.

5. Afrikanisches

Als eines der ersten musikalischen "Techno-Projekte" Kubas gilt die Platte "Orisha Dreams" der Gruppe "Sin Palabas" ("Ohne Worte"), die zwar trotz dieses Namens einen Text hat, aber in der nicht-afrikanischen Welt kaum verstanden wird. Wie heißt diese Sprache, die den "Kwa"-Sprachen zugerechnet wird? Mit demselben Wort bezeichnen sich die Afrikaner, die vor allem im südwestlichen Nigeria sowie in Benin und Togo leben oder die Nachkommen der Sklaven auf Kuba. Ihre rund 400 Gottheiten heißen "Oshira" (wie die "Hausgötter" der Kubaner, deren Durst durch die in vielen Haushalten allgegenwärtigen Gläser gestillt werden soll).

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel 10. April) auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Wie immer gilt: ein Umtausch, die Übertragung oder die Barabgeltung des Reisepreises sind ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen.

Die richtigen Lösungen der vergangenen Woche: 1. "Guantanamera", 2. Nikotin (von Jean Nicot), 3. das Zitat a) aus dem "Merian" Finnland, 4. "Opina", 5. Perez Prado.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar