Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Im haschemitischen Königreich

Eine achttägige Rundreise durch Jordanien ist in dieser Woche für zwei Personen zu gewinnen. Der Reisetermin ist individuell vereinbar. Im Mittelpunkt steht eine zweitägige Besichtigung der sagenumwobenen Felsenstadt Petra. Gestiftet und geführt wird die Reise von Studiosus Reisen München GmbH (Telefonnummer: 089 / 500 60 00; im Internet: www.studiosus.com). Inbegriffen ist der Flug mit Royal Jordanian, alle Transfers, sieben Übernachtungen in Hotels mit Pool und viele Extras.

Um das Thema Jordanien ging es auch in der letzten Woche täglich im "Reisefieber" um 9 Uhr45 in der Meridian 13-Sendung auf SFB 4 Multi Kulti. Die schnellsten Anrufer können mit der richtigen Antwort auf die Tagesfrage einen Reiseführer nach Wahl gewinnen. Mit mehr Informationen über die Reise werden diese fünf Fragen heute von 13 Uhr 05 bis 15 Uhr im "Reisefieberkompakt" wiederholt. An der Auslosung des Reisepreises nehmen alle Einsendungen mit den fünf richtigen Antworten teil.

1. Genüsslich

Arabische Vorspeisen bestehen aus einer verwirrenden Vielfalt von Gerichten wie zum Beispiel Kichererbsenpüree, Falafel und scharfem Linsensalat, serviert mit dem typisch arabischen Fladenbrot. Dazu trinkt man jordanischen oder libanesischen Wein. Wie nennt man die Vorspeisen?

2. Erholsames

Das tiefstgelegene Meer der Welt ist ein abflussloser Salzsee. Das Tote Meer liegt am Ende des Jordangrabens zwischen den moabitischen Bergen und dem Berg Nebo, wo der Prophet Moses vermutlich begraben ist. Fast ölig fühlt sich das Wasser an, das einen wie eine Luftmatratze trägt. Es ist nahezu unmöglich, hier zu ertrinken. Der spätere römische Kaiser Vespasian überprüfte es 68 nach Christus: Er ließ Nichtschwimmer in die Fluten stürzen, denen auch noch die Hände zusammen gebunden waren. Sie überlebten. Wie tief liegt das Tote Meer unter dem Meeresspiegel?

3. Städtisches

Juwel des Königreichs Jordanien ist Petra, die in Sandstein geschlagene Felsenstadt. "Sarkophag einer uralten Zivilisation", so nannte sie im 19. Jahrhundert der Nahostreisende G. L. Robinson. Die Zivilisation der Nabatäer begann um 312 vor Christus, die letzte Inschrift dieses arabischen Handelsvolkes wird auf 328 nach Christus datiert. Noch heute umgibt die Aura des Geheimnisvollen bereits den Zugang in die antike Stadt. Nach Durchquerung der Schlucht des Bas-el-Siq empfangen die Besucher Hunderte von gemeißelten Höhlen und Gebäuden. Säulentempel, Königsgräber, ein Amphitheater mit 7000 Plätzen, Bankettsäle und gepflasterte Straßen. Die Stadt war bereits im Altertum unter ihrem griechischen Namen "Petra" - "der Fels" bekannt. Der Nahostforscher J. W. Burgon hat einmal gesagt, Petra sei halb so alt wie die Zivilisation. Und er hat ihr noch einen Zusatznamen vorangestellt. Wie lautet der Beiname von Petra?

4. Göttliches

Manche wollen im Wadi Ram Gottes unermessliche Handschrift erkannt haben. Das Wüstental im Süden Jordaniens überwältigte durch seinen Anblick schon den britischen Agenten "Lawrence von Arabien". 400 Meter hohe Felsmassive schwimmen in einem Ozean rötlichen Sandes. Vor rund 30 Millionen Jahren riss ein gewaltiger geologischer Bruch die Gesteinsmassen auf und schob Berge wie Kieselsteine hin und her. "Prozessionsweg" nannte Lawrence die Bergflanken zu beiden Seiten der Wüstenstraße. Als der Militärberater den arabischen Aufstand gegen das Osmanische Reich organisierte, campierte er 1917 mit seinen Verbündeten im Wadi Ram. Wie nannte Lawrence von Arabien einen der markanten Berge im Wadi Ram, der ihn zugleich auch zu dem Titel seines Buches inspirierte?

5. Was ist falsch?

Stets interessierten sich Nomaden, Herrscher und Hasardeure für Petra, diese versteckte Felssiedlung. Nicht nur die Horiter, die vor fast 5000 Jahren in den Grotten Zuflucht suchten oder die Nabatäer, denen die Klüfte als Baugrund und Zitadelle dienten. Auch der Soldatenkaiser Trajan streckte 106 nach Christus seine Finger nach Petra aus. Auf Eroberungstour gastierten die Kreuzritter um 1100 nach Christus hier im sogenannten Mosestal. Dann geriet Petra in Vergessenheit. Erst 1812 wagte sich der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt wieder in die antike Stadt. Getarnt als Scheich, ließ Ludwig sich sogar beschneiden und wurde in Kairo als Ibrahim Ibn Abdallah bestattet. Regisseur Steven Spielberg drehte in Petra Szenen zu "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug". Beeindruckt von der Naturkulisse, entschied sich Boris Becker unlängst, einen Klosterbau mit dorischem Säulenportal und fantastischer Aussicht in Petra zu kaufen. Nach vielen Scherereien des Wimbledon-Siegers auf Mallorca wegen fehlender Baugenehmigungen, hatte sich Becker in der Bunten gefreut, "auf eine schon vorhandene Altbausubstanz zurückgreifen zu können". Doch scheiterte das Projekt zu Jahresbeginn an Jordaniens strengen Ausländergesetzen. Was stimmt nicht?

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel 22. Januar 2002) auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion. 10876 Berlin. Wie immer gilt: Umtausch, Übertragung oder Barabgeltung des Preises sind ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen. In der vergangenen Woche war ein einwöchiger Aufenthalt in einem Ferienhaus im Skigebiet von Vemdalen in Nord-Schweden zu gewinnen. Den von Nordic-Holidays und Color-Line ausgelobten Preis hat Barbara Franke in 14612 Falkensee gewonnen. Die richtigen Lösungen: 1. Bärenreich, 2. Helags, 3. Norwegen, Finnland, Russland, 4. Thomas Wassberg, Jan Ottosson, Torgny Mogren 5. Wolfsattrappen. AsW

Berichtigung. In dem Rätsel zu British Columbia, das wir am 6. Januar veröffentlichten, ist unserem Autor leider ein Fehler unterlaufen. Der Eisenbahnbauer Andrew McCulloch, dessen Geburtsland gefragt war, wurde nicht, wie in unserer Auflösung vom 13. Januar vermeldet, in Schottland geboren. Vielmehr kam er als Sohn schottischer Einwanderer in Ontario zur Welt. Immerhin 40 Prozent unserer Rätselteilnehmer hatten die richtige Lösung parat, gottlob auch der ausgeloste Gewinner der Reise, so dass unerfreuliche Verwicklungen ausblieben.

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