Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Mit dem Rad durch Stollen strampeln

Ein Wochenende für zwei Personen im thüringischen Südharz ist zu gewinnen. Der Berliner RTS - Reise & Ticket Service (Berliner Straße 118, Telefonnummer: 030 / 82 70 52 25) lädt die Gewinner zu einem Erlebnis unter Tage ein: An drei Terminen im Mai, Juni oder Juli werden die Teilnehmer dieser Sonderreisen mit Mountainbikes in einem Förderkorb rund 700 Meter tief in ein stillgelegtes Kali-Bergwerk (im Internet unter www.erlebnisbergwerk.com) bei Sondershausen einfahren, um dort - auf festem Salzgestein - eine abenteuerliche Rad-Tour durch ein verwirrendes Stollen-Labyrinth zu unternehmen. Die Gewinner der Reise werden freitags mit dem Bus von Berlin nach Sondershausen gefahren, wo nur wenige hundert Meter vom Kyffhäuser-Denkmal entfernt im "Landsitz Thomas Müntzer" (www.landsitz-kyffhaeuser.de) geräumige Apartments für zwei Übernachtungen mit Frühstück auf sie warten. Neben den Radtouren über und unter Tage ist auch für ein Beiprogramm gesorgt; so wird es eine zünftige Brotzeit im Stollen oder einen Grillabend am Kyffhäuser geben, bevor es am Sonntag wieder zurück nach Berlin geht.

In den vergangenen Tagen hat sich Radio MultiKulti (im Internet auf den Service-Seiten von www.multikulti.de) ausführlich mit dem Kali-Bergwerk sowie den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Sondershausen beschäftigt. Täglich gegen 9 Uhr 45 gibt es in der "Meridian 13"-Sendung für schnelle Anrufer einen Reiseführer nach Wahl zu gewinnen, wenn die jeweilige Tagesfrage richtig beantwortet wird. An der Auslosung des Hauptpreises nehmen alle Einsendungen mit fünf richtigen Antworten teil

1. Monumentales

Bad Frankenhausen, das Solbad am Fuße des Kyffhäusers, bot bereits vor der politischen Wende in Deutschland eine Sehenswürdigkeit, die von einem "herausragenden Vertreter des sozialistischen Realismus", dem Maler, Grafiker und Zeichner Werner Tübke, geschaffen wurde. Sein Panorama-Bild zum Bauernkrieg ist in einem speziell dafür errichteten Gebäude zu sehen. Wie wird der auffällige Rundbau mit dem 123 Meter langen und 14 Meter hohen Monumentalgemälde spöttisch im Volksmund genannt?

2. Kaiserliches

Friedrich I. (als Friedrich III., Herzog von Schwaben), Sohn des staufischen Herzogs Friedrich II. von Schwaben und der Welfin Judith ging als Friedrich Barbarossa in die Geschichtsbücher ein. Nach der "Kyffhäusersage", einer von mehreren "Kaisersagen", wartet er in einer Höhle im Berg Kyffhäuser darauf, endlich aufzuwachen und wieder auf seinen Thron zurückzukehren. Tatsächlich aber starb der wohl volkstümlichste Kaiser des deutschen Mittelalters am 10. Juni 1190 während seines Kreuzzugs gegen Kleinasien in der heutigen Türkei. Wie kam er ums Leben?

3. Wertvolles

Salz gewinnt man vor allem als Steinsalz aus unterirdischen Lagerstätten durch Bergbau; manchmal wird auch Wasser in unterirdische Lagerstätten gepumpt und die Sole nach oben gedrückt, um die Lösung durch Sonnenstrahlen oder in Vakuumverdampfern einzudampfen. Aus dem römischen Begriff für die Salzration der Soldaten entstand ein deutsches Wort, das heute recht veraltet wirkt. Wie heißt es? Auch im Englischen gibt es einen ähnlich abgeleiteten Begriff, der ebenfalls seine ursprüngliche Bedeutung verloren hat.

4. Falsches (Zitate-Rätsel)

Welches der drei folgenden Zitate stammt nicht aus "Friedrich Rotbart auf dem Kyffhäuser" der Brüder Grimm?

a) "Der Bart ist ihm groß gewachsen, nach einigen durch den steinernen Tisch, nach andern um den Tisch herum, dergestalt, dass er drei Mal um die Rundung reichen muss bis zu seinem Aufwachen, jetzt aber geht er erst zwei Mal darum. Wann er hervorkommt, wird er seinen Schild hängen an einen dürren Baum, davon wird der Baum grünen und eine bessere Zeit werden."

b) "Im Nu häuften sich vor ihm Wurzeln, Knollen und Früchte des Waldes. So geschah es täglich. Jeden Tag brachten die Tiere und Vögel des Waldes, seine Brüder und Schwestern, Früchte und Blumen. Sie behandelten ihn wie einen Gott. Im Wald ist das Glück. Soviel Schönheit. Soviel Liebe. Wo findet er derlei unter den Menschen?"

c) "Zuweilen redet er mit den Leuten, die in den Berg kommen, zuweilen lässt er sich auswärts sehen. Gewöhnlich sitzt er auf der Bank an dem steinernen Tisch, hält den Kopf in die Hand und schläft, mit dem Haupt nickt er stetig und zwinkert mit den Augen."

5. Blumiges

Die alte Bergwerksstadt Sangerhausen (hier wurde einst Kupferschiefer abgebaut) zwischen dem südlichen Harzvorland und dem Kyffhäuser-Gebirge wartet rund um den Marktplatz mit etlichen schönen Patrizierhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert auf; auch die gotische Pfarrkirche St. Jakob ist - wie das spätgotische Rathaus, das Neue Schloss (heute das Amtsgericht) oder das Alte Schloss aus dem 13. Jahrhundert - einen Besuch wert. Wer sich das 500 000 Jahre alte Skelett eines Mammuts ansehen möchte, ist im Spengler-Museum richtig. In einem Museum der besonderen Art werden mehr als 6500 verschiedene Arten einer Blumenpflanze gezeigt (die der Stadt auch ihren Beinamen gab). Worum handelt es sich dabei?



Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel 13. Februar 2001) auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Ihren Reisetermin sprechen Sie bitte direkt mit dem RTS - Reise & Ticket Service ab. Wie immer gilt: Umtausch, Übertragung oder Barabgeltung sind ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen. Das in der vergangenen Woche vom "Romantik-Hotel Zur Bleiche" ausgelobte Beauty-Weekend in Burg/Spreewald hat Eberhard Müller in 12161 Berlin gewonnen. Sie können sich (inklusive Doppelzimmer für drei Übernachtungen mit Halbpension) in der "Landtherme" vergnügen, die kulinarischen Spezialitäten des Hauses genießen, mit dem Spreewald-Kahn eine Fahrt durch das Labyrinth der Fließe oder mit dem kostenlosen Leih-Fahrrad Ausflüge in die Umgebung unternehmen. Bitte sprechen Sie Ihren Wunschtermin für das Luxus-Wochenende direkt mit der Hotelleitung unter der Telefonnummer 03 56 03 / 620 ab; weitere Informationen gibt es in der Bleichestraße 16, 03096 Burg/Spreewald. Die richtigen Lösungen: 1. das Zitat a) aus dem "Merian"-Reiseführer Venedig, 2. Bismarck-Turm, 3. Erntedank, 4. vier Hirsche, 5. Carl Friedrich Schinkel.

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