Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Skilaufen in Nordschweden

U. H.

Ein einwöchiger Aufenthalt für vier Personen in dem Skigebiet Björnrike in Nordschweden ist dieses Mal zu gewinnen. Die Gewinner übernachten in einer Ferienwohnung in Björnrike, zirka 300 Meter vom Skilift entfernt. Die Wohnung ist komplett ausgestattet, mit Sauna, Geschirrspüler und Mikrowelle. Die Schwimmbadbenutzung im Skicenter ist inklusive. Die Anreise erfolgt mit dem eigenen Pkw via Fähre von Kiel nach Oslo (und zurück), inklusive Innenbett-Kabine mit Dusche/WC. Gestiftet hat diese Reise der Elmshorner Reiseveranstalter Nordic-Holidays (Telefon: 041 21 / 791 10, www.nordic-holidays.de ) in Zusammenarbeit mit der Fährgesellschaft Color-Line (Telefonnummer: 04 31 / 730 00, www.color-line.de ).

Um Schweden ging es auch in der vergangenen Woche täglich im "Reisefieber" um 9 Uhr45 in der Sendung "Meridian 13" bei Radio Multi Kulti. Die schnellsten Anrufer könnn mit der richtigen Antwort auf die Tagesfrage einen Reiseführer nach Wahl gewinnen. Mehr Informationen zur Reise sowie Tipps zum Quiz erfährt man auch heute zwischen 13 und 15 Uhr im "Reisefieber-kompakt" auf 106,8 MHZ.

1. Schneesicheres

Die Bergregion Vemdalsfjällen ist ein beliebtes Skigebiet bei den Stockholmern. Nicht, dass der Ort Vemdalen gleich um die Ecke von Stockholm liegt. Immerhin sind es von der Hauptstadt aus rund 500 Kilometer. Aber es ist das südöstlichst gelegene Skigebiet Schwedens, das über Abfahrten von 1000 Meter hohen Bergen verfügt. In den insgesamt drei Skigebieten kann man mit einer Liftkarte 58 Lifts benutzen. Direkt um Vemdalen herum gibt es zwei Skizentren. Vemdalsskalet und Björnrike. Was heißt Björnrike auf Deutsch?

2. Einsames

Vemdalen liegt in der Provinz Härjedalen. Es ist die am höchsten gelegene Landschaft Schwedens. Vier Fünftel liegen mindestens 500 Meter über dem Meeresspiegel. Der Nordwesten ist ein großes, zusammenhängendes Wildmarkgebiet. Knapp eine Autostunde westlich von Vemdalen führt eine Straße auf 975 Meter Höhe. Von der Hochebene Flaturet aus kann man einen 1796 Meter hohen Berg sehen. Es ist der höchste Berg südlich von Lappland und zudem noch der südlichste Gletscher Schwedens. Wie heißt er?

3. Samisches

Die Provinz Härjedalen ist die südlichste Region Schwedens, in der Samen wohnen. Heute existieren hier noch drei Samensiedlungen. Die Vorstellung, die Samen würden ständig in ihren buntgekleideten Trachten ein Rentier mit dem Lasso einfangen, hält sich wacker. Ist aber nicht die Regel. Wie die Samen lebten und leben, zeigt eine Ausstellung im Härjedalen-Fjällmuseum von Funäsdalen. Die Samen sind ein Volk mit einer reichen Kultur, aber weiterhin auch ein Volk ohne einen eigenen Staat. Sie leben nicht nur in Schweden, sondern in weiteren Staaten des Nordens. Welche sind dies?

4. Merkwürdiges

In dem kleinen Ort Asarna findet man das einzige Plumpsklo-Museum Schwedens. In einem alten, aber funktionsfähigen Plumpsklo sind auf vier Quadratmetern jede Menge Nachttöpfe, mobile Toiletten, Einlaufspritzen sowie kleine und große Kindersitze mit einem Loch in der Mitte ausgestellt. Aber auch einiges an historischer Literatur und jede Menge Klopapierrollen wurden zusammengetragen. Wer das Klo besuchen möchte, muss sich den Schlüssel an der Rezeption vom Ski-Museum im Ski-Center geben lassen. Asarna ist ein wichtiges Ski-Zentrum. Aus dem Ort stammt ein Trio, das in den 70-er und 80er Jahren gleich reihenweise auf dem Siegertreppchen stand. Sei es bei Ski-Weltmeisterschaften, zum Beispiel 1987 in Oberstdorf oder bei den Olympischen Winterspielen in Sarajevo und Calgary. Gesucht ist wenigstens ein Name des Trios.

5. Was ist falsch?

Noch immer hält sich das Gerücht, das Jagen eines Elches sei sehr einfach. Schuld daran ist Julius Cäsar. Der beschrieb den Elch als ein Tier mit Knöcheln ohne Gelenke, weshalb er sich nicht hinlegen könne und aus diesem Grund sich zum Schlafen an einen Baum lehne. Der Jäger müsse also nur noch den Schlafbaum des Elches ansägen, und der Elch falle um. In Schweden ist eine Elch-Begegnung gar nicht so selten. Manch einer hätte allerdings lieber darauf verzichtet, denn ein Verkehrsunfall endet oft nicht nur für den Vierbeiner tödlich. Die schwedische Autoindustrie führt deshalb auch Elch-Crashtests durch. Dabei wird ein Zusammenprall mit einem 380 Kilogramm schweren Elch-Dummie simuliert und getestet, wie sich die Überlebenschancen für die Autoinsassen erhöhen lassen. Immerhin kollidieren pro Tag in Schweden durchschnittlich zwölf Autos mit einem Elch. Und rund fünf Prozent aller schweren Verkehrsunfälle sind auf Elchbegegnungen zurückzuführen. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass die Schweden nicht davon begeistert sind, wenn Touristen - allen voran die Deutschen - jeden Sommer die Elchwarnschilder als Souvenir abschrauben. Dabei gibt es die Schilder ganz legal für rund 50 Euro zu kaufen und auch als Miniaturausgabe in vielen Souvenirshops zu erstehen. Um dem Schwund Einhalt zu gebieten, überlegt man, ein neues Schild aufzustellen, auf dem in verschiedenen Sprachen nur noch das Wort "Elch" stehen soll. Denn auch die Androhung, den erwischten Dieb für ein paar Tage hinter schwedische Gardinen zu stecken, half bisher nicht. Doch auch Schilder halten den Elch nicht von einem Spaziergang über den Asphalt ab. In der Provinz Dalarna startet man deshalb einen Versuch mit Wolfsattrappen, die am Straßenrand aufgestellt werden sollen. Diese "Pappkameraden" sollen die Elche davon abhalten, auf die Straße zu laufen. Viel lieber als auf der Kühlerhaube ihres Volvos ist den Schweden der Elch in der Kühltruhe, im Kochtopf oder gar als Dosen-Hundefutter (Elchanteil vier Prozent). Für manche sind sie schon zur Plage geworden. Ist auch nervig, wenn der Elch - wie in einem Vorort Göteborgs geschehen - einfach ein Schuhgeschäft besucht. Der Elch wird auf vielerlei Weise vermarktet. Als Souvenir werden auch der eierförmige Elch-Kot verkauft. Man bekommt ihn getrocknet in Marmeladen-Gläsern und selbst Kunstgegenstände werden daraus hergestellt. Und übers Internet kann man auch einen Holzelch bestellen, den man dann mit Erdnüssen oder Smarties füttert. Aus dem vermeintlichen Nussknacker kommen bei diesem so genannten Pups-Elch dann kleine Elch-Böhnchen aus dem Hinterteil. Oder nicht?

An der Auslosung des Reisepreises nehmen alle Einsendungen mit den fünf richtigen Antworten teil. Wie immer gilt: der Rechtsweg ist ausgeschlossen, wie auch die Barabgeltung oder die Übertragung des Gewinns. Die Teilnehmer am Gewinnspiel müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Angetreten werden muss diese Reise bis zum April 2002. Die richtige Antworten bitte auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Der Einsendeschluss ist Dienstag, der 15. Januar 2002 (Poststempel gilt).

In der vergangenen Woche konnte eine Mountainbiketour auf ehemaligen Bahntrassen durch West-Kanada gewonnen werden, gestiftet von "West Canada Bike Tours" ( www.kanada-bike.com ) und Natours (Telefon: 054 73 / 92 29 29). Der Gewinner ist Peter Michna in 13156 Berlin.

Die richtigen Lösungen: 1. die Othello-Tunnel, 2. Berliner Reisemarkt, 3. Schottland, 4. Tuktoyaktuk, 5. In Losungen von Bären fand man keine einschläfernden Bestandteile der Roten Spornblume.

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