Zeitung Heute : Rätseln und Reisen: Thailands Tempel und Geschichte

Die Lösungen Sie bitte bis Dienstag (Poststem

Ein letztes Mal ist bei unserem Reiserätsel eine zehntägige Thailand-Erlebnis-Reise zu gewinnen. Die vom Berliner Veranstalter Ventoura (Rosenthaler Straße 37 am Hackeschen Markt, Telefon: 030 / 28 53 33 00, im Internet unter www.ventoura.de ) zusammengestellte Reise umfasst neben den Flügen via Amsterdam Transfers, Hotel-Unterkunft mit Frühstück, zusätzliche Mittag- und ein Khantoke-Abendessen. Drei Termine (Februar, März oder Oktober) können für die Flug- und Busrundreise gewählt werden. In den vergangenen Tagen hat sich Radio MultiKulti (im Internet auf den "Service"-Seiten von www.multikulti.de ) noch einmal mit den Stationen der Rundreise beschäftigt. Im Zuge der Programmreform bei MultiKulti ist die "Reisefieber kompakt"-Sendung vom Sonnabend auf den Sonntag gerutscht. Von 13 bis 15 Uhr gibt es - heute zum ersten Mal - Weltmusik aus der jeweiligen Zielregion. Die richtige Antwort bringt einem Anrufer einen "APA-Guide"-Reiseführer nach Wahl vom Reisebüro Spandau ein; der "Joker" auf der Lösungspostkarte ersetzt eine fehlende oder falsche Antwort. An der Auslosung der Thailand-Reise nehmen alle Einsendungen mit fünf richtigen Antworten auf folgende Fragen teil

1. Aktuelles

Der Milliardär Tak Sin Shinawat greift nach der politischen Macht in Thailand: Die von ihm gegründete Partei hat bei den Parlamentswahlen die absolute Mehrheit errungen. Vor allem in den ländlichen Gebieten (für die Kundgebungen dort hat er eigens verschiedene "Isaan"-Dialekte erlernt) fruchteten seine vollmundigen Versprechungen, jedem Dorf umgerechnet 30 000 Mark als "Aufbauhilfe" zukommen zu lassen. Auch innerthailändische Kritiker sprechen wieder einmal von "Stimmenkauf". Der Mann, der durch Mobilfunk-Lizenzen reich geworden ist, muss allerdings noch ein Gerichtsverfahren über sich ergehen lassen; ihm wird vorgeworfen, nicht sämtliche Vermögenswerte offengelegt zu haben. Wie heißt seine Partei, die letztlich ihn oder ein Familienmitglied zum Regierungschef machen wird, auf Thai? Diesen Namen hat er zum politischen Programm erhoben.

2. Langes

Die sogenannten "Giraffenhalsfrauen", die in Mae Hong Son nahe der Grenze zu Myanmar darauf warten, sich mit Touristen gemeinsam ablichten zu lassen, finden kaum noch Nachwuchs. Die Geschichten, nach denen diese "Langhals-Frauen" ihren Schmuck niemals abnehmen könnten, weil der gestreckte Hals den Kopf nicht tragen könne, sind zwar inzwischen widerlegt (der schwere Messingring drückt im Laufe der Jahre Schultern und Schlüsselbein nach unten; die Wirbelsäule wird nicht gestreckt), aber die jungen Mädchen weigern sich in Zeiten des westlich geprägten Fernsehens und der allgemeinen Schulpflicht standhaft, sich den traditionellen Schmuck anlegen zu lassen. Wie heißt der Stamm, dessen Angehörige zahlenmäßig vorwiegend im ehemaligen Burma leben?

3. Falsches (Zitate-Rätsel)

Welches der folgenden drei Zitate stammt nicht aus dem "APA-Guide" zu Thailand?

a) "Sportangeln ist im Meer längs der gesamten 7300 Kilometer langen Küste erlaubt; eine obligatorische Fischhegegebühr kann bei jedem Postamt eingezahlt werden. Vom Kutter aus ist der meistgejagte Fisch der Dorsch, aber auch Leng, Seeteufel, Schellfisch, Dornhai und viele Plattfische können an den Haken gehen." (über die inzwischen wichtigste Urlaubs-Sportart in Thailand, das Angeln oder Sportfischen)

b) "Alle dienen sie den Geistern des Grundstücks als Wohnung, in deren Macht es steht, die Menschen zu plagen oder ihnen Gutes zu tun. Deshalb werden jeden Tag Opfer dargebracht: frische Blumen, Speisen und Räucherstäbchen, um sie milde zu stimmen." (über die allgegenwärtigen prächtig geschmückten "Geisterhäuschen", deren Standort nach komplizierten astrologischen Berechnungen bestimmt wird)

c) "Wer vorankommen will, geht zur Armee. Hohe Offiziere sitzen in der Geschäftsleitung von Banken, sind Eigentümer von Hotels oder mischen unmittelbar in der Geschäftswelt mit, während sie aktiv eine militärische Karriere verfolgen." (über mittellose, aber ehrgeizige junge Thailänder, die im Militärdienst eine Möglichkeit sehen, mit Leistungsbereitschaft "weiterzukommen")

4. Chinesisches

Bis zur kommunistischen Machtübernahme kamen zahllose Einwanderer aus China nach Thailand; die meisten nahmen (unter sanftem Druck) thailändische Namen an und eröffneten (da sie kein Land kaufen durften) Banken, Schmuck-Läden und andere Handelsgeschäfte sowie zahllose Restaurants. Dennoch verzeichnet man kaum antichinesische Ressentiments (geschweige denn Rasseunruhen) wie in anderen Ländern Asiens. Viele (nicht nur prominente) Thais haben einen chinesischen Vorfahren; so auch der spätere König, der als General sieben Monate nach dem Fall der alten Königsstadt Ayutthaya die Burmesen verjagte und in Thonburi am Westufer des Chayo Praya (heute Teil von Bangkok) seine neue Hauptstadt gründete. Welcher Herrscher (der sich selbst zum Bodhi-sattva erklärt hatte) hatte eine Chinesin zur Mutter? Der Despot wurde 1782 zum Rücktritt gezwungen und verbannt.

5. Klösterliches

Am Aufbau einer thailändischen Tempelanlage (Wat) kann man meist gut die indischen Einflüsse erkennen. Neben den Wohnräumen der Mönche (Khana) und dem großen Versammlungsraum (Wham, auch für Laien) gibt es den Bot, in dem die orangefarben gewandeten Mönche ihre Zeremonien abhalten, die Ho trai-Bibliotheken und die Sala-Häuser, in denen die Besucher ausruhen können. Wie heißen die typisch thailändischen Stupa, die in Myanmar und Nepal sowie auf Bali und Java als Pagode oder in Laos als That bezeichnet werden? Auf einem glockenförmigen Körper sitzt eine vergoldete Spitze, die ursprünglich die Form einer Lotosblüte hatte, sich mit der Zeit aber immer eleganter verjüngte. Im nicht zugänglichen Inneren werden (wie im eher gedrungenen Prang des Khmer-Stils) Buddha-Reliquien aufbewahrt.

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