Zeitung Heute : Recht und Reisen

W. B.

Sturmböen. Pauschalurlauber können keine Reisepreisminderung beanspruchen, wenn sie am - laut Reisekatalog versprochenen - "feinsandigen Strand" eine Woche lang nicht (sonnen-)baden können, weil es in dieser Zeit heftig stürmte und Baden verboten war. Für das (per Prospekt nicht ausgeschlossene) schlechte Wetter ist der Veranstalter nicht haftbar. (Amtsgericht Bad Homburg, Aktenzeichen: 2 C 1658/01-10) W. B.

Abkürzungen. Verpassen Urlauber ihr Flugzeug, weil sie auf der Anzeigetafel nicht den vollen Namen der Fluggesellschaft finden, sondern nur deren Abkürzung, so können sie keinen Schadenersatz vom Veranstalter verlangen, da die "Übersetzung" dem Ticket zu entnehmen ist. (Amtsgericht Bad Homburg, Aktenzeichen: 2 C 1001/01) W. B.

Einreisebestimmungen. Kann eine Familie ihren Urlaub deswegen nicht antreten, weil für das "Zielland" (hier: Ägypten) als Einreisebestimmung gilt, dass die Reisepässe noch mindestens drei Monate gelten (hier waren einige nur noch wenige Wochen gültig), so kann der Reisepreis nicht vom Reisebüro zurück verlangt werden (hier: 4000 Mark), weil es nicht Aufgabe des Büros ist, über die Bestimmungen aufzuklären. (Hier hätte der Veranstalter "angerufen" werden müssen). (Landgericht Coburg, Aktenzeichen: 32 S 135/01) W. B.

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