Zeitung Heute : Regierung: Aufschwung auch 2011 Die Wirtschaft wächst,

die Einnahmen sprudeln

Berlin - Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,8 auf 2,3 Prozent kräftig erhöht. Deutschland sei mit „sensationellen Zahlen“ in Europa am besten durch die Krise gekommen, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Die deutsche Wirtschaft habe 2010 das Comeback des Jahres hingelegt: „Mit einem Rekordwachstum von 3,6 Prozent hat uns die Wirtschaft aus dem Konjunkturkeller katapultiert.“ Neben dem Export, der um 6,5 Prozent zulegt, werde das Wachstum zu über drei Vierteln von der Binnennachfrage gestützt. Die Deutschen, mit Jobsicherheit und mehr Lohn im Portemonnaie, stecken viel mehr Geld als früher in den Konsum. Im Gegensatz zu einigen Experten sieht die Regierung auch für 2011 kaum Inflationsgefahren.

Beachtlich sei, dass so viele sozialversicherungspflichtige Stellen und Vollzeitarbeitsplätze geschaffen würden, sagte Brüderle. 2011 werde es mit 40,8 Millionen so viele Beschäftigte wie nie zuvor geben. Im Jahresschnitt werde die Zahl der Arbeitslosen bei 2,94 Millionen liegen.

Der Aufschwung am Arbeitsmarkt beschert der gesetzlichen Rentenversicherung unerwartet hohe Beitragseinnahmen. Ende 2010 stieg nach vorläufigen Berechnungen das Finanzpolster der Rentenkassen auf 18,5 Milliarden Euro – 500 Millionen Euro mehr als noch im Herbst erwartet. Die Reserve erreichte damit den höchsten Wert seit 1993. So könnte der Rentenbeitrag womöglich schon 2013 auf 19,3 Prozent sinken, ein Jahr früher als erwartet. Gesicherte Zahlen liegen aber erst im Frühjahr vor. ce/dpa

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