Zeitung Heute : Reise der Woche: Tipps für Prag

Anreise: Die Bahnfahrt von Zoologischer Garten bis Prag-Hauptbahnhof (drei Mal täglich) dauert knapp fünf Stunden und kostet hin- und zurück ohne Bahncard 177,20 Mark. Alternativ bietet Czech Airlines sechs Mal wöchentlich eine attraktive Flugverbindung. Start ab Tegel jeweils um 7 Uhr 15, von Prag zurück um 19 Uhr 15. (ab 369 Mark).

Sightseeing: Wer geführte Touren durch Prag buchen möchte, findet ein breit gefächertes Angebot. Die Spaziergänge, etwa durchs jüdische Viertel oder ins Prager Burgviertel, dauern zwei bis drei Stunden und kosten zwischen 15 und 20 Mark. Auskünfte im Informationszentrum der Tschechischen Zentrale für Tourismus am Altstädter Ring 6. Die bequemste Art, Prag kennenzulernen, ist ein Trip mit der Straßenbahnlinie 22, die Altstadt und Kleinseite durchquert.

Achtung: Taxifahrer in Prag sind (leider) dafür bekannt, dass sie Touristen schröpfen, wo sie nur können. Deshalb: lieber ein Taxi per Telefon rufen, als es auf der Straße anzuhalten. Verlässlich sind die Wagen von AAA (Telefon: 1080) oder Halo (Telefon: 1031). In den meisten Bars und Restaurants wird dieser Service übernommen.

Übernachten: Direkt am Altstädter Ring liegt das gemütliche, kleine Hotel Cerná Liska. (Doppelzimmer ab 200 Mark. Buchbar über Cedok, Telefonnummer: 0042/2/ 24 19 71 11, Fax: 0042/2/24 21 63 24. Am fein restaurierten Platz Ungelt wohnt man ruhig, aber mitten im Zentrum im Metamorphis, Telefon: 0042/2/248 26 95 12, Fax: 0042/2/24 82 60 59. Doppelzimmer ab 264 Mark. Abseits des Trubels, oberhalb des Hradschin auf der Kleinseite, kann man im Hotel Savoy (Keplerova 6) den Luxus eines "leading" Boutiquehotels genießen. Die legendäre Straßenbahnlinie 22 hält vor der Tür. Der Service ist beispielhaft, und der täglich nachgefüllte Inhalt der Minibar im Preis inbegriffen. Doppelzimmer ab 480 Mark (das Hotel bietet auch Wochenend-Arrangements). Telefon: 0042/2/ 24 30 24 30, Fax: 0042/2/24 30 21 28.

Restaurants: Das Restaurant Francouzská hat in puncto Ambiente fünf Sterne sicher. Es befindet sich im Jugendstil-Tempel Obecní dum, ist aber weniger protzig herausgeputzt als das benachbarte Café. Ein stilvoll serviertes Vier-Gänge-Menü kostet 45 Mark. La Perle de Prague in der obersten Etage des "Tanzenden Hauses", besticht durch die grandiose Aussicht. Abends kostet das Drei-Gänge-Menü rund 50 Mark, das Businesslunch zur Mittagszeit wird für knapp

30 Mark serviert. Rustikaler und gemütlich ist das Restaurant U Modré Kachnicky (Zur Blauen Ente) in der Nebovidská 6. Menüs ab 44 Mark. Günstig und gut ( viel Vegetarisches) speist man in den unterirdischen Gewölben des Klub architektu (Betlémské 5 a)

Die schönsten Cafés: Café de Paris. Gleißende Lüsterpracht und viel Gold im U Obécniho domu 1.

Café Franz Kafka. Klein und mit viel Patina und Aphorismen des Namensgebers an den Wänden. Sirok 12 (im jüdischen Viertel).

Slavia, Národni trida. Der 1997 wieder eröffnete Klassiker.

Louvre, Národni 20. Rosa Wände und Belle-Epoque-Ambiente im ersten Stock.

Reiseführer: Wolfgang Jung, Prag, Marco Polo, 2001, 120 Seiten, 14,80 Mark.

Auskunft: Tschechische Zentrale für Tourismus, Karl-Liebknecht-Straße 34, 10178 Berlin; Telefon/Fax: 030 / 204 47 70. E-Mail: tourinfo@czech-tourist.de , Internet: www.visitczech.cz

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