Zeitung Heute : Reisebüros kommen Zuschläge nicht ungelegen

tdt

Deutschlands 20 000 Reisebüros kommen die von November an im Ferienflugverkehr geplanten Zuschläge nicht ungelegen: Damit steigt auch die Vergütung, weil die Gebühr von "etwa elf Euro" oder 21,50 Mark - gleichgültig wie die Belastung erfolgt - Teil des Pauschalpreises ist. Betroffen sind Millionen Kunden: Allein die sechs großen deutschen Chartergesellschaften zählen pro Jahr rund 15 Millionen Passagiere.

Die Reisebranche muss allerdings noch eine Hürde nehmen, bevor sie von ihren Kunden Sicherheitsgebühren auch auf Ferienflügen kassiert. Erheben die Chartergesellschaften alle zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Zuschlag, ist dies laut Bundeskartellamt "kartellrechtlich sehr problematisch". Seine Organisation, so DRV-Präsident Klaus Laepple zuversichtlich, werde die Preiserhöhung "in Abstimmung" mit dem Bundeskartellamt und dem Wirtschaftsministerium durchsetzen.

Im Linienverkehr dagegen sträuben sich viele Airlines, die Gebühren zu verprovisionieren. Der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) droht deshalb bereits mit dem Kadi: Zahlen die Carrier nicht, kommt es zu Musterprozessen, obwohl die - in Berlin ansässige - Wirtschaftsorganisation Zuschläge auf Linienflügen eigentlich juristisch für "unzumutbar und unzulässig" hält.

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