Zeitung Heute : Rente

Klare Richtung: Länger arbeiten und mehr privat zur Seite legen

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Knapp kalkuliert und doch viel zu hoch – 19,5 Prozent ihres Gehaltes zahlen die Bürger mittlerweile in die gesetzlichen Rentenkassen ein. Und der nächste Beitragsanstieg kommt bestimmt. Die Grünen wollen gegensteuern durch den Ausbau der betrieblichen und der privaten Altersvorsorge. Dies soll über ein steuerbegünstigtes „AltersvorsorgeKonto“ geschehen, mit dem Menschen Geld für ihren Lebensabend ansparen. Außerdem soll die gesetzliche Rente zu einer Bürgerversicherung umgebaut werden, die alle Einkommensarten und Berufsgruppen einbezieht. Auf stärkere private Vorsorge setzt auch das Kanzlerpapier, das in den Augen der Union in die richtige Richtung weist. CDU und CSU wollen durch kürzere Schul- und Hochschulausbildungen eine längere Lebensarbeitszeit erreichen. Eine verlässliche Rente will die CDU unter anderem dadurch sichern, dass die effektive Lebensarbeitszeit ohne Anhebung der gesetzlichen Altersgrenze um drei Jahre verlängert wird. Erreicht werden soll dies, indem konsequent alle Anreize für einen vorzeitigen Ruhestand beseitigt werden. Die „Riester-Rente“ sei eine richtige Grundsatzentscheidung gewesen – nur viel zu bürokratisch organisiert, findet der CSU-Sozialexperte Seehofer. Über den Vorstoß der Grünen, Altersvorsorge-Konten aufzubauen, hat er nur Lobendes zu sagen. Das sei ein Vorschlag, „den man nur gutheißen kann“. M.G.

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