Zeitung Heute : Richard David Precht, Autor

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Das Gesicht meiner Frau.

2. Zuhause: Das Licht in der Engelbertstraße am

Morgen.

3. Beim Schreiben: Kaffee mit viel Milch und Zucker.

4. An Philosophie: Die Lust daran schlauer zu werden.

5. An Hirnforschung: Die Unendlichkeit des Gehirns.

6. An meinem Leben: Fast alles.

7. An meiner Kindheit: Die Zeit zum Träumen.

8. An den 70ern: Die wenigen Autos.

9. An heute: Die Umwandlung des Patriotismus in

Partyotrismus.

Ansonsten...: Meinen Sohn, wenn er Geschichten

erfindet.

11. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

„Ich habe gut geschlafen.“ (von meiner Frau).

WAS ICH NICHT MAG

1.Beim Aufwachen: Nichts. Ich wache (fast) immer gut gelaunt auf.

2. Zuhause: Zu viele Anforderungen auf einmal.

3. Beim Schreiben: Computerprobleme.

4. An Philosophie: Die stilistische Hilflosigkeit vieler Hochschulphilosophen und ihre gezielte Vererbung von Generation zu Generation.

5. An Hirnforschung: Die Arroganz, zu glauben, man erkläre damit den Menschen.

6. An meiner Kindheit: Dass ich am 20. April 1977 das Europapokal-Rückspiel nicht sehen durfte: Borussia Mönchengladbach gegen Dynamo Kiew .

7. An den 70ern: Das Spielergebnis am 20.4.1977.

8. An heute: Die politische Stagnation und ihr Jargon.

9. Ansonsten: Die Allgegenwärtigkeit der Musik.

10. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte:

„Das geht nicht mal eben so...“ (von meinem Vater).

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