Zeitung Heute : ROMANZE

London Nights

von

Die Belgierin Vera legt ihre Liebschaftserinnerungen in Kartons ab und ist auf der Suche nach einer neuen. Der Spanier Axl sucht nach seinem leiblichen Vater, der ihn sehr früh verließ. Und dann ist da ein toller Typ, mit dem sich Vera allerdings so riskant datenaustauscharm verabredet, dass sie ihn – fast – verliert. Sie sind alle Anfang zwanzig, also im besten „London für ein Jahr“-Komödienalter, aber tatsächlich driften sie melancholisch-ziellos durch die fremde Riesenstadt. Die Geschichte ist nicht viel in „London Nights“ des Argentiniers Alexis Dos Santos, die Atmosphäre dagegen alles – elliptisch intim erzählt mit der Handkamera, von Figur zu Figur taumelnd, von einem losen Faden zum nächsten. Am Ende aber entsteht ein starkes Gefühl: Jungsein nervt, Jungsein ist maßlos schön. Der Film auch. Atmosphärisch. Jan Schulz-Ojala

GB 2009, 96 Min., R: Alexis Dos Santos, D: Déborah

François, Fernando Tielve,

Michiel Huisman

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