Zeitung Heute : Rosenkohlsalat

Von Kurt Jäger

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Für den Salat braucht man frischen Rosenkohl, für vier Leute ein Pfund. Die äußeren, ein, zwei Blättchen nimmt man weg, die sind nicht so schön; wenn man vom Strunk drei, vier Millimeter wegschneidet, kann man die anderen Blätter auch gut abblättern; am Ende bleibt ein kleines Köpfchen über, das schneidet man auch noch klein. In einem großen Topf schwitzt man eine Knoblauchzehe in Olivenöl an, eine Prise Zucker dazu und dann den Rosenkohl. Den lässt man so eine Minute anbrutzeln, damit er nicht mehr ganz roh ist, aber immer wenden, Salz und Pfeffer dazu und Brühe, ein gutes Schnapsglas voll – wenn ich die nicht hab: Wasser tut’s auch. Noch mal durchrühren und dann in eine Schüssel. Jetzt kommen noch etwas Olivenöl und ein schöner heller Essig dazu, Estragon- oder Apfelessig zum Beispiel, und ein paar Kräuter: gezupfte Petersilie oder Basilikum. Man könnte auch eine rote oder gelbe Paprika klein würfeln und die am Anfang mit dem Knoblauch anrösten und dann erst den Rosenkohl dazugeben.

Am besten serviert man den Salat lauwarm, mit Schinken – Serrano, San Daniele, Parma oder auch Prager Schinken, aber guten, nicht so einen gepressten, oder Bündnerfleisch – und Toast dazu.

Kurt Jäger ist Chefkoch im Hotel Haferland auf dem Darß

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