Zeitung Heute : Rückkehr an den Ort des Leidens

Was in Deutschland über eine Periode von mehr als 12 Jahren passierte, geschah in Ungarn in weniger als vier Monaten", begründet die Produzentin Jane Beallor die Entscheidung, in dem Dokumentarfilm "The Last Days" den Focus auf das Schicksal ungarischer Juden zu legen.Der Film, bei dem Steven Spielberg als Executive Producer fungierte, ist der erste Kinofilm der Shoah-Stiftung, die seit 1994 Zeitzeugenberichte über den Holocaust sammelt und für die Nachwelt aufzeichnet.Am Donnerstag wurde er auf einer Sondervorführung im Rahmen des Berlinale-Wettbewerbs von Steven Spielberg und dem Regisseur James Moll dem Publikum vorgestellt.

Anfang 1944, das Ende des Zweiten Weltkriegs war schon in Sicht, forcierten die Nationalsozialisten die Durchführung des Genozids in Ungarn: Zehntausende Juden wurden in den sogenannten "Todesmärschen" zu Fuß in Richtung Deutschland geschickt, viele von ihnen überlebten die Reise nicht.Fünf Amerikaner, die diese "Todesmärsche" als Teenager erlebten und überlebten, hat James Moll in "The Last Days" noch einmal zurück in ihre einstige Heimat und an die Orte ihres Leidens geführt.Augenzeugenberichte, Interviews und Photos, die ein deutscher Soldat 1944 von Deportation und Selektion schoß, dokumentieren das Geschehen. til

Foto: October Films

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar